Laut Verbraucherzentrale wirft jeder Bundesbürger im Schnitt 75 Kilogramm Lebensmittel jährlich weg. Das liegt häufig an schlecht geplanten Einkäufen oder spontanen Restaurantbesuchen. Auf Platz 1 der am meisten weggeworfenen Lebensmittel liegen mit 38% Obst und Gemüse, dicht gefolgt von Fertiggerichten und Speiseresten. Mit einfachen Tricks kann diesem Trend jedoch entgegengewirkt werden, damit schrumpeliges Gemüse, trockenes Brot oder auch die Pizza vom Vortag nicht zu voreilig weggeworfen werden.

Weiches Gemüse wieder auffrischen

Ob Zucchini, Kartoffel, Radieschen oder Tomate - alle können mit einem simplen Kniff wieder aufgefrischt werden. Dafür sollten Sie das Gemüse einfach über Nacht in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, denn so kann die fehlende Flüssigkeit über die Oberfläche des Gemüses wieder aufgenommen werden. Die Vitalstoffe bleiben erhalten und Kartoffel und Co sind wieder prall und lecker.

Welke Salatblätter werden nach einem circa 10-minütigem Bad in lauwarmen Wasser wieder knackig. Jetzt sollten sie jedoch schnell aufgebraucht und nicht länger gelagert werden. 

Größere Gemüsesorten, wie Möhren oder Rettich, werden in einem feuchten Tuch eingewickelt nach ein paar Stunden im Kühlschrank wieder aufgefrischt. 

Trockenes Gebäck frisch aufbacken

Auch bei Brot und Backwaren ist es schnell passiert: Waren Brötchen und Brezeln am Morgen noch frisch genießbar, so sind sie einen Tag später oftmals schon hart und trocken. Um dem Gebäck wieder neue Frische zu verleihen, beträufeln Sie es mit etwas Wasser und backen es anschließend im Ofen nochmals kurz auf. Bei harten Brotscheiben kann ein Toaster Abhilfe schaffen. 

Wie Sie Brot richtig lagern, damit es länger frisch bleibt, lesen Sie hier: Brot richtig lagern: Mit diesen Tipps bleibt es länger frisch

So werden trockene Kekse wieder weich

Um Soft-Kekse wieder weich zu machen, müssen diese zusammen mit einem Apfel in eine Dose gelegt werden. Mithilfe der Feuchtigkeit des Apfels nehmen die zu hart gewordenen Kekse wieder ihren Ursprungszustand ein. Bei harten Keks- und Plätzchensorten kann eine falsche Lagerung schnell zu ungewollten weichen Keksen führen. Hier hilft Nachttrocknen im Backofen bei niedriger Temperatur und leicht geöffneter Backofentür. 

Wie die Pizza von gestern auch heute noch schmeckt

Wer es nicht mehr schafft die Pizza beim Italiener aufzuessen, sollte sie sich auf jeden Fall einpacken lassen und mit nach Hause nehmen. In einer Pfanne mit etwas Fett gebraten, ist der Pizzaboden auch am nächsten Tag noch schön knusprig.

Lebensmittelverschwendung: Was Sie tun können

Alten Lebensmitteln eine zweite Chance zu geben, leistet nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, sondern lohnt sich auch für den eigenen Geldbeutel: Einsparungen von mindestens 100 Euro jährlich sind bei einem bewussteren Umgang pro Person möglich. 

  • Kaufen Sie nur das ein, was Sie auch wirklich verwerten können und lassen Sie sich nicht von günstigen Sonderangeboten beeinflussen.
  • Haben Sie immer ein Auge auf ihren Vorrat, damit keine Lebensmittel vergessen werden.
  • Planen Sie übrig gebliebene Lebensmittel in Ihre Speisezubereitung ein
  • Schmeißen Sie Lebensmittel nicht sofort weg, nur weil sie auf den ersten Blick nicht mehr genießbar aussehen.