• Die Weinberge im Maintal bieten weit mehr als einen attraktiven Anblick
  • Lebensraum für sehr seltene Tiere und Pflanzen
  • Artenvielfalt entdecken

Wenn Weinberge, wie beispielsweise im Maintal, möglichst umweltschonend bewirtschaftet werden, bieten sie selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Neben einer abwechslungsreichen Struktur, zum Beispiel mit Legsteinmauern, Hecken, Wildpflanzenbewuchs,  spielen die steilen, trockenen Hanglagen für die Ansiedlung der Arten eine große Rolle. Dort herrscht im Sommer eine Bodentemperatur von bis zu 60 C°. Das ist ideal für wärmeliebende Arten, wie zum Beispiel Mauereidechsen, Schlingnattern, Weinbergtulpen oder den Nickenden Milchstern. Die tierischen und pflanzlichen Bewohner der Weinberge haben außerdem mit großen Temperaturschwankungen vom Tag zur Nacht zu kämpfen, so wie mit Wasserknappheit und kargen, nährstoffarmen Böden.

Seltene tierische Bewohner der Weinberge im Maintal

Einer der bemerkenswertesten Bewohner der trockenen Steilhänge im Maintal ist wohl der kleine Bombardierkäfer. Er wird auf der Bayrischen Roten Liste als stark rückläufig eingestuft. Wird er bedroht, lässt er eine Bombardierkapsel am Hinterleib platzen. Auch der Weinzwirner, eine kleine Singzikade, ist mit viel Glück auf sandigen Flächen im Weinberg zu finden. Sie ist mittlerweile stark vom Aussterben bedroht und eine wahre Rarität.

Sehr schön und selten ist auch eine unserer hübschesten Schrecken-Arten, die Rotflügelige Ödlandschrecke. Sie zählt zu den gefährdetsten Heuschrecken-Arten, Bundesweit. Sie ist auf steinigen, sandigen Flächen zu finden, wo sich die Sonne anlegt.

Ein selten gewordener, weitgehend verschwundener Gast in den Weinbergen des Maintals ist der Wiedehopf. Er bevorzugt warme, vegetationsarme Flächen, die gerne von Nutztieren beweidet werden. Wo die Nutztiere grasen, sind viele Fliegen. Dort findet er leicht und ausreichend Beute.

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Seltene Pflanzen in den Weinbergen des Maintals

Die Weinbergtulpe gehört zu den sehr seltenen Pflanzen in den Weinbergen des Maintals. Sie gilt laut Bundesartenschutzverordnung als besonders geschützt. Sie ist die einzige, wilde Tulpenart in Deutschland. Die Weinbergtulpe liebt sonnige, steinarme Lagen mit Lössböden.

Der Nickende Milchstern ist nicht nur schön, sondern auch giftig, vor allem die Knolle. Eingeordnet wird die Pflanze zu den Spargelgewächsen. Der nickende Milchstern gehört zu den ausdauernden Pionierpflanzen, dennoch ist er in ganz Deutschland selten. Ursprünglich stammt er aus der Türkei.

Der Acker-Goldstern liebt sonnige Magerstandorte. Früher war er in Deutschland weit verbreiten, durch den Einsatz von Pestiziden verschwand der Acker-Goldstern weitläufig und ist mittlerweile selten. Die Art ist bei uns gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten.

 

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