Hacker greifen Kühlanlagen in Supermärkten an: Auch Edeka-Filialen in Franken betroffen?

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Ein mutmaßlicher Cyberangriff auf einen Edeka in Bayern sorgt auch in Franken für Aufmerksamkeit. Sind auch in der Region Märkte der Supermarktkette betroffen?

Eine eventuelle Hackerattacke auf die Kühltechnik eines Edeka-Marktes im niederbayerischen Reisbach (Landkreis Dingolfing-Landau) sorgt derzeit für Aufmerksamkeit. Die Besitzerin ist sich sicher: "Das war ein Cyberangriff auf unser Kühlsystem", äußert sie sich gegenüber der Mediengruppe Bayern, zu der auch inFranken.de gehört. 

Nach Angaben der Polizei ist es im Bereich des Möglichen, dass Unbekannte auf das mit dem Internet verbundene Kühlsystem zugegriffen haben. Festlegen wollte man sich im Zuge der laufenden Ermittlungen jedoch noch nicht. Damit rückt auch die Frage in den Fokus, wie es um die Sicherheit der fränkischen Filialen der Supermarktkette in Franken steht.

Nach möglichem Cyberangriff auf Edeka in Bayern: Kette äußert sich zu fränkischen Filialen 

Die Kühlanlagen des Supermarkts in Reisbach wurden in der Nacht auf Montag (2. November 2026) manipuliert und auf 50 Grad erhöht, teilte die Ladenbesitzerin auf Social Media mit. Die Folgen seien erheblich gewesen: So hätten zahlreiche gekühlte Lebensmittel entsorgt werden müssen. Alle noch brauchbaren Waren habe man an Helfer einer Lebensmittel-Verteilbörse gegeben. Laut Medienberichten wurden mittlerweile auch Fälle aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bekannt. (Stand: 3. November, 14 Uhr)

Was bedeutet diese Attacke für Franken? Die zuständige Edeka-Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen teilte inFranken.de auf Nachfrage mit, dass man "bundesweit von wenigen Einzelfällen" ausgehe. Der Sachverhalt werde momentan allerdings noch überprüft. Gleichzeitig kann die Stiftung Entwarnung für fränkische Verbraucher geben. "Wir, die Edeka-Region Nordbayern-Sachsen-Thüringen, sind davon nicht betroffen", heißt es in der Antwort des Regionalverbunds weiter.

Aus Gründen der IT-Sicherheit machte das Unternehmen keine näheren Angaben zu den eingesetzten Schutzmaßnahmen. Auch zu internen Sicherheitskonzepten äußerte man sich nicht.

IT-Attacken auf Supermärkte: Vorfälle in weiteren EU-Staaten

Vergleichbare Angriffe waren vor einigen Wochen zunächst in Frankreich bekannt geworden. Dort verursachten Hacker in Hunderten Supermärkten Schäden in Millionenhöhe, indem sie Kühlanlagen über Fernzugriffe manipulierten und auf Heizbetrieb umstellten. Im Fokus der Ermittlungen standen veraltete Firmware-Versionen, über die Entwickler zu Wartungszwecken auf die Systeme zugreifen konnten. Wenig später wurden ähnliche Vorfälle auch aus Belgien und Schweden gemeldet.

Laut Medienberichten wurden am Montag auch in Italien, Irland, den Niederlanden und Portugal ähnliche Vorfälle gemeldet. Bei den Angriffen wurden Kühl- und Gefrieranlagen manipuliert, indem Kühlfunktionen deaktiviert oder Temperatureinstellungen verändert wurden. Hinweise auf die Täter oder mögliche Motive lagen zunächst nicht vor.

Erst kürzlich wurde zudem ein milliardenschwerer Krypto-Diebstahl öffentlich.

Vorschaubild: © Christian Schmid/Edeka (Symbol)