Zwei bis drei Zimmer, bis 650 Euro kalt. Man müsste meinen, dass das möglich sein sollte. In der Stadt Forchheim wurde es allerdings für Monika S. (Name geändert) nichts. Rund 20 Wohnungen hat sie besichtigt, bevor sie im Landkreis fündig geworden ist. "Aber da ich mit Hund einziehen wollte, wurde ich oft nicht mal zur Besichtigung eingeladen."

Die junge Frau, die aufgrund einer Trennung eine neue Wohnung gebraucht hat, suchte vier Wochen sehr intensiv. "Davor habe ich auch unregelmäßig geschaut, aber dann habe ich gemerkt, dass, wenn es was werden soll, ich dranbleiben muss", sagt sie. "In der Hochphase habe ich mehrmals täglich die gängigen Portale gecheckt, Zeitungsanzeigen durchforstet und zwischenzeitlich sogar einen kostenpflichtigen Account bei einem Online-Anbieter gehabt, damit ich die Wohnungsanzeigen bekomme, bevor sie frei zugänglich online gehen."

Wohnungssuche in Forchheim: Wegen ihres Hundes erhielt Monika S. zahlreiche Absagen

Aufgrund der vielen Online-Angebote könne man sich bei vielen Vermietern nur per Mail bewerben. "Ich habe immer direkt in die E-Mail mit reingeschrieben, dass ein Hund miteinziehen würde", sagt sie. Es sei ihr wichtig gewesen, mit offenen Karten zu spielen.

Zumal ihr Hund gut erzogen und brav sei. "Deshalb habe ich jedem Vermieter auch gesagt, dass ich ihn zur Besichtigung mitbringe, damit der Vermieter sich anschauen kann, dass es ein braves Tier ist."

Diesen Tipp gibt auch Traugott Hübner vom Mieterverein Forchheim. "Es ist am besten, wenn man einvernehmliche Lösungen mit dem Vermieter findet", sagt Hübner, "wenn der Vermieter den Hund bei der Besichtigung dann kennenlernen kann, ist das häufig von Vorteil."

Es gebe klare Regelungen, mit denen sich der Mieter vorab auseinandersetzen sollte, damit er mit dem Vermieter die Möglichkeiten besprechen kann. "Da geht es allgemein um Tierhaltung. Was viele Leute nicht wissen, ist, dass auch Aquarien ab einer bestimmten Größe problematisch werden können."

Für das Halten von Tieren in der Mietwohnung gibt es klare Regeln

Dabei gehe es um das Gewicht des Aquariums. Grundsätzlich, so Hübner, komme es aber auf den Vermieter an, ob er Haustiere zulasse. "Wenn ein Vermieter in Forchheim keine Haustiere in seiner Wohnung möchte, dann muss er nicht lange warten, bis er einen Mieter ohne Tier findet", weiß Hübner.

Häufig habe es nicht einmal eine Antwort auf die E-Mails von Monika S. gegeben, wenn sie auf Wohnungsanzeigen geantwortet hatte. Manchmal musste sie mehrfach, auch über Tage hinweg, anrufen, damit überhaupt jemand den Hörer abnahm - und dann recht unfreundlich verlauten ließ, dass die Wohnung schon weg sei. Auch die Ablehnungsgründe wegen ihres Vierbeiners waren vielfältig. Von Nachbarn, die sich durch permanentes Hundegebell gestört fühlen würden bis zur Angst vor der Zerstörung der Wohnung sei alles dabei gewesen.

Wenn Monika S. dann mit ihrem Hund bei einer Besichtigung war, kamen vom Vermieter viele Fragen zu den finanziellen Verhältnissen der Anfang 30-Jährigen. Mit ihrer Festanstellung beim Freistaat Bayern konnte sie aber meistens punkten. "Ich kann natürlich auch verstehen, dass das Einkommen in Relation zum Kaltmietenpreis stimmen muss", sag sie. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Stadt Forchheim habe dann aber für sie nicht gepasst. "Alles, was ich wollte, war dann zu teuer", sagt sie.

Monika S. ist dank Bekannten im Landkreis Forchheim fündig geworden

Ein paar Wohnungen hätte sie zwar bekommen, da habe dann etwas nicht gepasst. Oft seien die verfügbaren Wohnungen einfach stark renovierungsbedürftig gewesen. Durchschnittlich hätten die Vermieter einen Quadratmeterpreis von rund 9,70 Euro aufgerufen. Bei ihrer "Schmerzgrenze" von 650 Euro wären das 67 Quadratmeter. "Und das dafür, dass ich zum Teil selbst einen Boden verlegen hätte müssen", erklärt sie. Am Ende habe sie mit ihrer jetzigen Wohnung "pures Glück" gehabt. Nicht über ein Online-Portal oder eine Annonce wurde sie fündig, sondern über Bekannte.