Trinkwasser beschäftigt den Gemeinderat immer wieder, nachdem die Kommune die Wasserversorgung ertüchtigt hat und einen Brunnen zur Stärkung der Quellen im Wiesenttal bohren ließ. Diesmal ging es um die Regelung der jährlichen Verbrauchsabrechnung in der Wasserabgabesatzung. Alfons Roppelt (BR) brachte zur Sprache, wie die Verbrauchsablesung bei Gebäuden ohne Keller technisch aussehen müsse. Bürgermeister Marco Friepes (CSU) betonte, das läge nicht in der Entscheidungsfreiheit des Rats. Es ergebe sich aus dem Merkblatt für Bauwerber des Landratsamtes. Friepes kündigte an, dass Anfang des Jahres der Wasserpreis "angeschaut" werden müsse. Norbert Sebald (BR) kritisierte dies, weil man erst 2015 den Preis um 100 Prozent erhöht habe. "Er stieg von 80 Cent auf 1,48 Euro - nach großen Investitionen", stellte Friepes klar. Dennoch beharrte Sebald darauf, die Gemeinde müsse bei Investitionen Einsparpotenziale ausloten.

Netzausbau vorantreiben

Friepes wies auf Fördermöglichkeit beim Breitbandausbau nach der Gigabit-Richtlinie Bayern hin. Durch sie könnten etliche Bewohner der Tannenwaldstraße leistungsstärkere Anschlüsse erhalten. Ein Teil des Straßenzugs fällt in die laufende Förderung, weil dort nicht einmal 30 Megabit erreicht werden. Die Beratungs- und Prüfkosten (rund 4000 Euro) wären durch die Förderung abgedeckt, auch wenn es sich technisch nicht realisieren lasse. Sebald war überzeugt, dass "die Leute nicht einsteigen", weil der Leistungsabfall in den Häusern so groß sei, dass sie Verstärker bräuchten. Dagegen hätten sich bei Friepes schon Interessenten gemeldet. 800 Euro, da mit 90 Prozent gefördert, koste die Gemeinde ein direkter Glasfaseranschluss des Rathauses. Was den technischen Möglichkeiten für den Sitzungsablauf zugute käme, aber auch zu einem Hotspot ausgebaut werden kann. Bis auf Sebald stimmten alle Ratsmitglieder zu.

Flächentausch steht fest

Der Flächentausch mit dem Forst zum Bau der Vereinsheime am Sportgelände ist unter Dach und Fach. Die Gemeinde gibt dem Forst 690 Quadratmeter einer Wiese an der Straße nach Rettern. Dort kann aufgeforstet werden, damit die Baumfällungen für den Abstand zu den Heimen ausgeglichen wird. Anton Dennerlein (BR) regte an, das restliche Wiesengrundstück als Ausgleichsfläche zu einer Blühwiese zu machen.

Reifenberg wird aufgewertet

Reifenberg soll touristisch aufgewertet werden, berichteten Roland Dauer und Hermine Kemmerth (beide CSU). Zum einen durch Arbeiten des Landschaftspflegeverbands: Entbuschungen im Umfeld der Vexierkapelle sollen den Blick aufs Walberla wiederherstellen; ebenso will man am historischen Treppenweg zur Kirche vorgehen. Über das Leader-Programm gibt es auch noch Infotafeln im Ort, an der Dorfkapelle beim Feuerwehrhaus und am Dorfbrunnen mit dem Kreuz.