Wenn Anna Röser durch die Forchheimer Innenstadt geht, trifft sie immer jemanden, den sie kennt. "Man kennt sich hier", sagt die 33-Jährige, die in Forchheim aufgewachsen ist und sogar einer der Weihnachtsengel war. Während viele ihr Gesicht schon länger kennen, wird auch ihre Stimme immer bekannter. Seit einem Jahr macht sie nämlich gemeinsam mit ihrem Mann den Podcast "Die Forchheimla".

"Martin hatte schon einen Podcast", erzählt Röser, "der war vom Thema her für mich eher langweilig." Daher habe sie ihrem Mann vorgeschlagen, dass sie gemeinsam etwas machen könnten. "Forchheim ist einfach eine Herzensangelegenheit von uns", erzählt sie. "Wir sind beide hier aufgewachsen und waren zwar mal zum Studium weg, aber jetzt wohnen wir in Reuth und lieben Forchheim einfach."

Das merkt man auch, wenn man in ihren Podcast reinhört. Es geht um das Annafest, um das Pack mer's, es gibt ein Interview mit Oberbürgermeister Uwe Kirschstein um das "Zu Hause-Sein" während Corona.

"Gerade während Corona habe ich gemerkt, wie wichtig die sozialen Medien für die Kommunikation mit Freunden und Familie geworden ist", sagt Röser. "Es ist Wahnsinn, was alles möglich ist. Man sieht, was die Freunde machen, ohne dabei zu sein und bei uns ist es eben auch so, dass die Leute jetzt hören können, was uns umtreibt."

Dabei plaudern Anna und Martin einfach drauf los. "Meistens sitzen wir auf dem Sofa, wenn unser Kleiner schläft", sagt sie. "Wir haben ein Thema, aber kein Skript oder so. Es passiert einfach." So bietet das Format Podcast dem Ehepaar die Möglichkeit, das zu tun, was ihnen Spaß macht, über Dinge zu reden, die ihnen wichtig sind und das mit der Welt zu teilen. "Eigentlich ist es ja für Forchheimer von Forchheimern", sagt sie. Deshalb wolle sie auch nicht die Zahlen der Zuhörer extrem in die Höhe schnellen lassen. "Das hat mein Mann im Blick, mich interessiert das nicht. Ich will einfach meine Liebe und Leidenschaft für Forchheim und die Themen, die hier passieren ausdrücken."

Das Know-How und die Ausrüstung für den Podcast bringt Martin Röser mit, besonders viel Leidenschaft und Kreativität seine Frau Anna. Der Name "Die Forchheimla" soll eine Hommage an den Dialekt sein. "Es erinnert mich irgendwie an Marmaladaamala", sagt Anna Röser lachend. Mit dem Trachtenprojekt hat die kreative Mama schon die nächste Idee in der Pipeline. "Ich bin glücklich mit dem, was ich gerade mache", verrät sie. "Wenn ich etwas machen, dann mit viel Herzblut."

Forchheimfood: Online-Angebot soll Gastronomen zu Gute kommen

U ns geht es darum, zu schauen, was bewegt sich gerade in Forchheim", sagt Nicholas Mohnlein. Er und Louisa Herold sind momentan überall, wo etwas passiert. Die Gutscheinaktion #zusammenhaltenFo haben sie genauso betreut wie den kürzlich angelaufenen Stadtstrand am Säumarkt. Das neuste Projekt: "Forchheimfood". Ein Essensblog, der sich online, hauptsächlich bei Instagram, abspielt und sowohl für Kunden als auch für Gastronomen einen Vorteil haben soll.

Idee stammt von Citymanagerin

Die Idee stammt von Forchheims Citymanagerin Elena Büttner, verrät Mohnlein. Sie hatte von einem digitalen Mittagstisch erzählt, Mohnlein hatte die Idee, das in den Stories einer Instagram-Seite aufzuarbeiten. "Wir haben uns überlegt, wie wir die Reichweite bekommen, die das Projekt braucht, um zu funktionieren."

Mohnlein ist der Zahlen- und Analyse-Spezialist. Seine Geschäftspartnerin Louisa Herold ist für Marketing und Kundenkontakt zuständig. Am 9. Juli ging die Instagram-Seite online, der Zuwachs ist enorm. "Nach nicht mal einem Monat waren wir bei knapp 2000 Followern", erzählt Louisa Herold, "nach einem halben Jahr wollen wir bei 10 000 sein." Dieses Ziel ist hoch gesteckt, "aber nur so können wir einen Mehrwert für die Gastronomen bieten", sagt Mohnlein. Das erste halbe Jahr wird "Forchheimfood" von der Stadt subventioniert. "Irgendwann muss es sich aber finanzieren," sagt Mohnlein. "Es steckt enormer Aufwand dahinter."

Für die Gastronomen soll der Essensblog vor allem Sichtbarkeit in den sozialen Netzwerken bringen, die Kunden profitieren davon, neue Essensmöglichkeiten kennen zu lernen und jeden Tag aktuelle Tagesgerichte auf einen Blick zu haben. Aus dem digitalen Mittagstisch wurde ein Essensblog, der den digitalen Mittagstisch zeigt, aber viel mehr kann.

"Der Erfolg von Essensblogs ist groß. Es gibt viele Leute, die sich schöne Bilder von gutem Essen anschauen", sagt Mohnlein. "Und Forchheimfood soll nicht nur Forchheimer anlocken, sondern ist eine touristische Maßnahme. Viele Follower sind aus der Umgebung und wollen wissen, wo sie in Forchheim gut essen können. Es geht nicht nur um Leute, die ein Angebot fürs Mittagessen suchen, sondern darum, die gesamte gastronomische Vielfalt zu zeigen."

Diejenigen, die die Kanäle auf Social Media abonniert haben, können im Sommer einiges erwarten. "Wer uns etzt noch nicht folgt, sollte das schnell tun", sagt Louisa Herold lachend."