Die Raiffeisenbank Neunkirchen mit einer Bilanzsumme von 60,13 Millionen Euro, 1859 Mitgliedern und 13 Mitarbeitern wird 113 Jahre nach ihrer Gründung mit der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG fusionieren.

Für die Fusion votierten 178 Mitglieder, vier waren dagegen. Das entspricht einer Zustimmungsquote von 97,8 Prozent. Notwendig war eine Zustimmungsquote von 75 Prozent der Stimmberechtigten gewesen.
Vorstandsvorsitzender Herbert Biemann, der seit über drei Jahrzehnten die Geschicke der Raiffeisenbank Neunkirchen mitbestimmt hat, hatte die Fusion zuvor als unumgänglich bezeichnet. Beeinflusst wurde die Entscheidung demnach vor allem auch durch schwere Erkrankungen, die es sowohl ihm selbst als auch Siegmar Burkhardt unmöglich machen würden, die bisherige Arbeit wieder vollends aufzunehmen. Aber auch die "überhand nehmende Bürokratie" hat es laut Biemann notwendig gemacht, sich mit der VR-Bank Erlangen "einem großen und starken Partner anzuschließen".

Bilanzsumme: 200 Millionen Euro

Laut Vorstand Siegmar Burkhardt wird aus der bisherigen Raiffeisenbank Neunkirchen nach der Verschmelzung mit dem Erlanger Partner der Marktbereich 6.

Dieser verfüge über ein Bilanzvolumen von weit über 200 Millionen Euro und schließe die beiden Banken in Neunkirchen sowie die Zweigstellen in Dormitz, Hetzles, Kleinsendelbach, Uttenreuth, Kalchreuth, Sieglitzhof und Erlangen-Süd mit ein. Ferner werden künftig dem Aufsichtsrat der Gesamtbank 15 Mitglieder aus dem Bereich der VR-Bank und weitere vier Mitglieder aus dem Bereich der Raiffeisenbank angehören. Für die Raiffeisenbank sind dies nämlich Gerhard Schmitt (Dormitz), Josef Kraus (Großenbuch), Martin Mehl (Neunkirchen) und Georg Regenfus (Hetzles).

Dem Vorstandsgremium gehören derweil drei Mitglieder der VR-Bank an.
Bereits zu Beginn dieser denkwürdigen Generalversammlung hatte Burkhardt den Geschäftsbericht für das Jahr 2013 vorgetragen. Die Kundeneinlagen stiegen um 1,5 Prozent auf 52,28 Millionen Euro. Das Geschäftsjahr 2013 konnte die Raiffeisenbank Neunkirchen mit einem Überschuss von 207 000 Euro abschließen.

Das letzte Wort haben jetzt die Mitglieder der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach. Sie werden am Donnerstag, 3. Juli, ab 19 Uhr in der Erlanger Heinrich-Lades-Halle über die geplante Verschmelzung abstimmen.