Mit einem großen Fest ist der Abschluss der General-sanierung im katholischen Kindergartens St. Wolfgang in Hausen gefeiert worden. Pfarrer Franz Noppenberger weihte die neu gestalteten und komplett umgebauten Räumlichkeiten gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Michael Krug ein.

Hintergrund ist, dass die katholische Einrichtung mit insgesamt 50 Kindergarten- und weiteren zwölf Krippenplätzen auch von Kindern anderer Konfessionen besucht wird. Die Kosten der Generalsanierung belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. 760 000 Euro flossen aus staatlichen Fördertöpfen, sodass die Gemeinde Hausen selbst noch rund 415 000 Euro übernehmen muss.

Die Träger haben sich durch das Erzbistum mit rund 265 000 Euro beteiligt und die Kirchenstiftung mit 65 000 Euro.
Hausens Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) lobte in diesem Zusammenhang das Engagement der katholischen Kirche, die in Hausen als Träger zweier Einrichtungen auftritt.

"Bürgermeister und Gemeinderat sind an einer guten, vertrauensvollen Zusammenarbeit interessiert. Das drückt sich auch dadurch aus, dass in den vergangenen Jahren versucht wurde, die zusätzlichen Wünsche der Träger im Einzelfall möglichst großzügig zu unterstützen", setzt Zimmer weiter auf eine gute Kooperation.

"Hervorragende Betreuung"

Die Einrichtung und deren Mitarbeiterinnen mit Leiterin Maria Keiner an der Spitze bietet den jungen Familien laut Zimmer "eine hervorragende und hochqualifizierte Betreuung".
Ein dickes Dankeschön hatte sich Kirchenbeauftragte Irene Lotter verdient, die sich um die Finanzierung des Projekts gekümmert hat. Die Kostenschätzung des zuständigen Architekten hatte zunächst eine Gesamtsumme von 1,43 Millionen Euro ergeben.

Doch wegen des laufenden Kindergartenbetriebs war eine genaue Analyse der Bausubstanz nicht möglich. Es stellte sich am Ende aber heraus, dass auch bei der Statik des alten Gebäudes Nachbesserungen vonnöten sind. Auch der notwendige Einbau zusätzlicher Schächte für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung, die aufgrund des sehr lehmigen Bodens notwendig wurde, ist den Verantwortlichen erst beim Aushub klar geworden. "Da stand uns schon ein wenig der Angstschweiß auf der Stirn", erinnert sich Irene Lotter.

8275 Euro an Spenden

Am Ende summierten sich die zusätzlichen Kosten auf lediglich 90 000 Euro, was auch als das Verdienst des Architekten gewertet wird. Damit konnte der im November genehmigte Kostenrahmen von 1,53 Millionen Euro eingehalten werden. Für den Träger bleiben bei dem Millionenprojekt nach Abzug aller Zuwendungen jetzt noch Restkosten von in Höhe von 23 000 Euro offen.

Doch diese Summe wird zu schultern sein, ist sich Irene Lotter sicher. Bei allen Spendern bedankt sie sich schon jetzt mit in aller Form. Bislang sind 8275 Euro zusammengekommen. Sie haben zum Gelingen der Generalsanierung beigetragen. Ebenso ihren Anteil am Gelingen hatten die vielen ehrenamtlichen Helfer.