"Feierlich und intensiv im kleineren Rahmen", so beschreibt Florian Stark, leitender Pfarrer im katholischen Seelsorgebereich Fränkische Schweiz, die Weihnachtsgottesdienste für dieses Jahr, die bereits in Planung sind. "Es wird vielleicht nicht einfach, aber festlich und berührend", versichert er.

Wie vielerorts seien an Heiligabend und den beiden Feiertagen mehr Gottesdienste geplant als sonst üblich. Stark kommt beim Zusammenzählen auf über 100 gottesdienstliche Angebote an den drei Tagen in der Fränkischen Schweiz. Möglich werde das vor allem durch die Mitarbeit Ehrenamtlicher und des festen Personals.

Weihnachtsgottesdienste in der Fränkischen Schweiz: Außen keine Anmeldung

"Gerade bei den Kinderangeboten sind wir mit der Anzahl hochgegangen: Kürzer, prägnanter und mehr", lauten die Eckpunkte. Das Anmelden soll, anders als in Forchheim, über Anrufe und Listen erfolgen (siehe weiter unten).

In einigen Gemeinden wird auch draußen gefeiert. Für die Gottesdienste unter freiem Himmel gebe es bis auf Ausnahmen keine Vorabanmeldung.

In Obertrubach plane das dortige Team, die Christmette um 22.30 Uhr von außen nach innen auf eine Leinwand zu übertragen, sagt Stark. Dann könnten ältere Besucher innen im Warmen sitzen, die jüngeren draußen würden dafür den Pfarrer direkt erleben können. Zumindest Schnee oder Regen sollen diese Planung nicht beeinträchtigen: "Bei jedem Wetter wird's draußen stattfinden", so Stark.

In Pinzberg wolle man beispielsweise für die Kinderkrippenfeier an Heiligabend um 15 Uhr auf die Außenfläche vor der Marienkirche ausweichen, ähnlich wie im Sommer, in Schlaifhausen auf den Fußballplatz. In Gößweinstein findet diese um 16 Uhr an der Dreifaltigkeitskapelle hinter der Basilika statt, in Muggendorf eine ökumenische Krippenfeier am Rathausplatz.

"Gesang ist eigentlich nicht möglich ", sagt Stark. Stattdessen soll vermehrt die Orgel akustische Leerstellen ausfüllen.

"Maskenpflicht besteht auf dem Weg zum Platz und beim Verlassen der Kirche und ist während des gesamten Gottesdienstes empfohlen", so Pfarrer Florian Stark.

Zeit für das Wesentliche

"Es gibt in diesem Jahr nicht so viele Events. Das kann man als Chance begreifen", benennt Helga Deinhardt, Pastoralreferentin in den Pfarreien Kirchehrenbach, Leutenbach, Pinzberg, Weilersbach, Weingarts und Wiesenthau, einen positiven Aspekt der diesjährigen Adventszeit.

Für all diejenigen, die in diesem Jahr verunsichert sind, biete die Erzdiözese Bamberg auch Übertragungen der Weihnachtsgottesdienste an. "Für die, die sagen, sie wollen nicht raus", so Deinhardt.

Zudem verweist sie auf Hilfsangebote aller Art, sollte jemand mit einer Familiensituation in der Weihnachtszeit überfordert sein. Telefonseelsorge sei auch anonym möglich, im Seelsorgebereich könne man sich beispielsweise an die Gemeindereferentin Gudrun Zimmerer wenden.

Heuer habe er insgesamt viele Rückmeldungen bekommen, erzählt Florian Stark: Die Ersatzangebote seien teilweise intensiver und berührender gewesen als bei gewohnter und traditioneller Form, sagt er.

Die Kirchen seien im Rückblick sogar vergleichsweise voll gewesen, unter anderem an Allerheiligen. Stark möchte deshalb appellieren: "Wir schaffen durch Gottesdienste ja auch Foren, deshalb warnen wir vor Grüppchenbildung nach den Gottesdiensten." Er bittet darum, nach den Messen bei sich im eigenen Kreis weiterzufeiern. "Das wäre unser Wunsch, auch wenn es uns schwerfällt." Das schließe nicht aus, in den Gemeinden den Blick auf die Menschen selbst zu werfen - und zeige es sich lediglich darin, den Nachbarn ein Licht vorbeizubringen, sagt Pastoralreferentin Deinhardt.

Das Licht von Bethlehem werde in diesem Jahr zwar nicht von Person zu Person weitergegeben, so Stark, jeder Besucher könne es sich aber mit einer Kerze beim Verlassen mit nach Hause nehmen.

Hier braucht es eine Anmeldung

Anmeldung durch Listen in der Kirche:

Pretzfeld, Unterleinleiter, Moggast, Niedermirsberg, Ebermannstadt, Obertrubach, Wichsenstein

Anmeldung (für Gottesdienste im Kirchenraum) durch einen Anruf im Pfarramt:

Pinzberg, Gosberg, Dobenreuth, Schlaifhausen, Wiesenthau (Tel.: 09191 / 13710); Kirchehrenbach, Weilersbach, Reifenberg (09191 / 94531)

Ohne Anmeldung:

Basilika Gößweinstein, Kleingesee (Ausnahme: Christmette), Muggendorf, Tüchersfeld, Weingarts, Leutenbach, Mittelehrenbach

Die genauen Zeiten aller Gottesdienste sind den Homepages aller Pfarreien zu entnehmen.