Die Kanalisation von Buckenreuth wird im Mischsystem ausgeführt - zur Erleichterung des örtlichen Vertreters im Stadtrat Ebermannstadt, Heinrich Sponsel (WGO).

Er hatte sich stets für diese Variante eingesetzt, weil bei einem Trennsystem die Buckenreuther ihre Höfe und Vorgärten noch einmal aufgraben hätten müssen, um eine zweite Leitung zu verlegen. Kosten, die man den Bürgern nicht zumuten könne, hatte Sponsel argumentiert.

Grundlage dieser Entscheidung ist die Planung aus dem Jahr 2005, als ein Grundsatzbeschluss zugunsten des Mischsystems gefallen war. Im vergangenen Dezember hatte das beauftragte Ingenieurbüro Weyrauther, Bamberg, diese Planung noch einmal auf den Prüfstand gestellt und die Gesamtkosten über einen Zeitraum von 50 Jahren gegenübergestellt. Das Ergebnis: Das Trennsystem wäre die wirtschaftlichere Lösung, denn die Unterhaltskosten wären geringer.
Dem gegenüber stehen allerdings die Mehrkosten von 475 000 Euro bei der Herstellung. Und: Die bisherigen Planungskosten wären verloren gewesen. Eine neue Planung hätte in Auftrag gegeben und bezahlt werden müssen.

Auch der bereits verlegte Mischwasserkanal, der vor der Dorfsanierung in Buckenreuth hergestellt wurde, hätte erneuert werden müssen - mit den von Heinrich Sponsel befürchteten Mehrkosten für die Bürger.


Ausbau in Etappen

Das nun bestätigte Mischsystem hat neben den geringeren Herstellungskosten den Vorteil, dass die Arbeiten in Abschnitte aufgeteilt werden können. So soll zunächst der Verbindungssammler von Buckenreuth nach Wohlmuthshüll gebaut werden.

Der zweite Abschnitt ist die Erneuerung des Entwässerungssystems von Wohlmuthshüll. Erst dann wird die Kanalisation von Buckenreuth erneuert. Dies wiederum bedeutet, dass die mit der Kanalisation einhergehenden Straßenbaumaßnahmen fundiert vorbereitet werden können.

Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) bekräftigte, dass auch das Mischsystem dem "Stand der Technik" entspreche. Die vom Wasserwirtschaftsamt geforderte Auflage, wonach der Verbindungssammler bis zum Jahresende stehen muss, könne erfüllt werden.

Finanziert werden soll der Kanalbau über "Verbesserungsbeiträge". Mit den ersten Beitragsbescheiden müssten die Bürger noch in diesem Jahr rechnen. Zwar würden die notwendigen Finanzmittel in den aktuellen Haushaltsplan eingestellt, doch könne die Maßnahme nicht vorfinanziert werden.

"Sicher werden wir dafür kein Darlehen aufnehmen dürfen", informierte Bürgermeisterin Christiane Meyer. Deshalb führe an Bescheiden kein Weg vorbei. Das Gremium stimmte der Vorgehensweise einstimmig zu.