Der neue Fußweg zwischen Schloßberg und Friedhof sorgt unter den Obertrubacher Gemeinderäten für Irritationen. Der Weg war im Zuge der Erneuerung des Ortskernes ausgebaut worden und von den Gemeinderäten nun in Augenschein genommen worden.

Gemeinderat Bernd Reichel bemängelte bei diesem Anlass, dass der Weg deutlich schmaler als geplant geworden sei. Anstatt dem ursprünglich geplanten einen Meter messe der Fußweg nun nur 60 Zentimeter. Ferner: Die angebrachten Begrenzungssteine seien war ästhetisch reizvoll.

Auf der anderen Seite bedeuteten sie allerdings auch, dass der Weg beispielsweise für Rollstuhlfahrer noch schwieriger zu benutzen sei. Dem Anspruch, barrierefrei zu sein, werde der Weg jedenfalls nicht gerecht. Unter dem Strich nannte Reichel den neuen Fußweg als "zu wenig". Vor allem vor dem Hintergrund, dass dort immerhin 23 000 Euro verbaut worden sind. Obertrubachs Bürgermeister Willi Müller (CSU) verteidigte dagegen das Ergebnis. Der Weg sei nun immerhin doppelt so breit wie zuvor. Zudem wies Müller die Gemeinderäte auf die bekannte "kritische Hanglage" und die bestehende Hanglage hin.

Reichel wollte sich von den Hinweisen Müllers dennoch nicht beschwichtigen lassen. Er blieb dabei: Beim Ausbau des Fußwegs habe die Bauaufsicht Fehler gemacht.

Was passiert mit dem Wasser?


Ähnlich kontrovers ging es anschließend auch beim Thema "Leitungstrennung im Bereich Asterbach" zu. Untertrubach wird schon bald an die Betzensteingruppe angeschlossen. Die eigene Wasserversorgung im Bereich des Asterbachbrunnens wird damit hinfällig. Die funktionslos werdenden Leitungen sollen deshalb abgetrennt werden. Gemeinderat Bernd Reichel besitzt in unmittelbarer Nähe selbst Fischteiche und würde das nicht mehr benötigte Wasser am liebsten zur Speisung der Teiche nutzen.

Reichel erklärte sich in diesem Zusammenhang auch bereit , für die notwendigen technischen Veränderungen finanziell aufzukommen. "Für mich ist das ein heikles Thema. Ich würde von einer privaten Nutzung absehen", warf Gemeinderat Erwin Eichler ein. Dies sei eine Einrichtung der Wolfsberger und Untertrubacher.

Bürgermeister Müller gab indes zu bedenken, dass Fachleuten das Kappen der alten Leitungen ausdrücklich empfohlen hatten. Weiter wurde die Frage aufgeworfen, wie die Gemeinde reagiern würde, wenn die Nachbarn in Untertrubach auf die Idee kämen, mit diesem Wasser einen Brunnen zu speisen.
Letzten Endes einigte sich der Gemeinderat darauf, das Thema in einer der kommenden Sitzungen nochmals sorgfältig zu erörtern.