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Kirchehrenbach
Gemeinderat

Freizeitgelände soll offen bleiben

Das Gebiet an der Wiesentmühle wird weder umzäunt noch wird es ein Parkverbot geben. Ob der Friedhof ein weiteres Urnenfeld erhält, ist noch offen.
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Protokollführer Bernd Gebhardt und Bürgermeisterin Anja Gebhardt zeigen dem Gemeinderat die Stelle, an der die Zufahrt zum Freizeitgelände mit Pfosten gesperrt werden könnte.Pauline Lindner
Protokollführer Bernd Gebhardt und Bürgermeisterin Anja Gebhardt zeigen dem Gemeinderat die Stelle, an der die Zufahrt zum Freizeitgelände mit Pfosten gesperrt werden könnte.Pauline Lindner
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Kirchehrenbach ist eine Tourismusgemeinde und hat seinen Gästen allerhand zu bieten, nicht nur Gastronomie und das Walberla: ein Kneippbecken oder auch ein Sport- und Freizeitgelände an der Wiesentmühle mit kleinen Spielfeldern und einem Grillplatz.

Es liegt in dem Geländezwickel zwischen der alten Zufahrt und der ausgebauten Straße Richtung Weilersbach. Eigens ausgewiesene Parkplätze gibt es keine. Wer mit dem Auto kommt, kann am Rand der alten Straße parken. Bis 23 Uhr darf man sich dort aufhalten.

Schon im April stellte die CSU-Fraktion den Antrag, diese Zufahrt durch Pfosten zu sperren. Als Grund werden auswärtige Besucher genannt, die mit dem Auto anführen. Der Bauausschuss hat sich schon umgesehen und vor der Augustsitzung des Gemeinderats das gesamte Gremium.


Bislang keine Beschwerden

Es sind Besucher da; zwei Autos parken nicht störend, Kinder spielen auf dem Bolzplatz. Es sieht einladend aus. Allerdings soll es gelegentlich Verunreinigungen gegeben haben. Und Jugendliche sollen dort mit lauter Musik gefeiert haben - vor zwei oder drei Jahren, angeblich eine Schulabschluss-Nachfeier. Ganz so schlimm scheint es nicht gewesen zu sein, denn die Bewohner der nahegelegenen Mühle haben sich noch nie beschwert.

"Ein Parkverbot ist kontraproduktiv", befand Siegfried Adami (SPD), der von Beruf Polizist ist. Er dachte wohl an die erlaubte Ausweichparkmöglichkeit entlang der Straße nach Weilersbach. Er versicherte den Räten, seine Forchheimer Kollegen kämen, wenn sie - beispielsweise wegen Lärms - zu später Stunde gerufen würden.

Auch Bürgermeisterin Anja Gebhardt wehrte sich gegen den Gedanken, alles abzusperren, nachdem seitens der Freien Wähler die Idee ins Gespräch gebracht worden war, das Freizeitgelände zu umzäunen und nachts abzusperren. "Wir können nicht überall, wo was passiert, absperren", warnte Gebhardt und erinnerte an den neuen Treffpunkt am Kneippbecken. Letztlich entschieden sich neun Ratsmitglieder gegen eine Sperrung der Zufahrt und nur drei dafür.


Modell half nicht weiter

Zu keiner Entscheidung kam der Rat beim Thema weiteres Urnenfeld am Friedhof. An ein "gemeinsames Urnengrab" dachte die CSU, als sie ebenfalls im April einen Antrag im Rat einbrachte. Um eine pflegearme Bestattungsart soll es gehen.

In der Sitzung stellte die Bürgermeisterin einen Entwurf der Planerin Lemonia Tsouridis vor. Sie schlägt vor, entlang der Westgrenze des neuen Friedhofsteils einen etwa zwei Meter breiten Streifen mit Lavaschotter einzurichten. In ihm sollten Granitfindlinge und Koniferen die Fläche für die Bestattungen gliedern. Ein anschauliches Modell stand dazu auf dem Sitzungstisch.

Nur eine wesentliche Frage konnte nicht geklärt werden: Wie viele Urnenbestattungen sind dort möglich? Und auch: Wie groß ist die Nachfrage? Denn Kirchehrenbach hat bereits ein anonymes Urnenfeld mit Namenstäfelchen an der Seite eingerichtet.

Die Idee eines Urnenhügels ebenfalls im neuen Friedhofsteil war schon vor Längerem wegen des Flächenbedarfs verworfen worden - und auch, weil Angehörige ebenerdig an die Grabstellen herantreten können sollten.


Führerschene werden bezuschusst

Bei der Feuerwehr sind aufgrund ihres Alters oder durch Wegzug mindestens drei Aktive ausgeschieden, die den Führerschein für die schweren Lkw hatten. Feuerwehrkommandant Sebastian Müller möchte die Lücke schließen. Damit nicht bei einem Einsatz keiner im Ort ist, der das HF20 mit seinen 15 Tonnen bewegen darf. Zwei Rothelme wollen heuer die Prüfung zum C-Klasse-Führerschien machen und einer im nächsten Jahr. "Damit die Zahl unserer Fahrer nicht schrumpft", betonte Müller.

Bislang hat die Kommune diesen Lkw-Führerschein bezuschusst. Sie gab 1000 Euro, verteilt auf zehn Jahre, um so den Erwerber an die Wehr zu binden. Doch eine solche Bindungslösung verwarf das Verwaltungsgericht. Als Ersatz, so ergaben Gespräche zwischen den Fraktionsprechern und der Feuerwehrleitung, solle die Kommune den Führerschein bezahlen. Die Kosten liegen bei rund 1600 Euro. Sie denen aufzubürden, die unentgeltlich Dienst für die Allgemeinheit leisten, scheint Müller nicht mehr zeitgemäß. Zudem, so trug er dem Rat vor, ist es eine Pflichtaufgabe der Gemeinde für eine funktiuonierende Feuerwehr zu sorgen.

Dementsprechend stimmten alle Ratsmitglieder der Bezahlung von einem Führerschein pro Jahr zu. Bis ihnen bewusst wurde, dass das gerade beschlossene Modell das örtliche Problem nicht löst. Denn aktuell müssen neue drei Fahrer ausgebildet werden. Danach dürfte es erst in einigen Jahren wieder Bedarf geben. Das selbst geschaffene Dilemma wurde heftig diskutiert. Bis Rainer Gebhardt (SPD) die Lösung fand: Er stellte einen Antrag auf einen zweiten Führerscheinzuschuss in diesem Jahr. Bis auf zwei Räte stimmten alle zu.

Die Erneuerung des Fußgängerstegs über den Ehrenbach in der Leutenbacher straße nimmt Gestalt an. Der Bauausschuss empfahl dem Rat eine Unterkonstruktion aus Stahl mit Holzbelag. Ein Statiker und das Wasserwirtschaftsamt werden einbezogen.

Der Rat sprach sich einhellig gegen eine Beteiligung an einem Motorradlärmdisplay aus. Das Messgerät für die Lautstärke eines Bikes will das Landratsamt anschaffen. Es kostet zwar zwischen 10 000 und 15 000 Euro; mithilfe der Aufzeichnung können aber keine Verstöße geahndet werden.