Mit einem Spitzenergebnis konnte in diesem Jahr das Gymnasium Fränkische Schweiz aufwarten, nachdem gleich 134 von 135 Abiturienten mit dem ausgezeichneten Gesamtnotendurchschnitt von 2,42 ihr Abitur bestanden hatten, und davon sogar noch neun junge Damen und zwei Herren mit ihren Abschlussnoten unter der magischen Grenze von 1,5 geblieben waren.

So war dann auch dem Schulleiter, Oberstudiendirektor Erhard Herrmann, und seinem Stellvertreter, Studiendirektor Peter Drescher, der Stolz über die gezeigten Leistungen ihrer Zöglinge anzusehen, von denen mit Laura Treiber und Corinna Gebhard, beide aus Obertrubach, sowie Lena Gerhardt aus Streitberg, die für ihre Seminararbeit in Mathematik mit dem Dr.-Hans-Riegel-Preis ausgezeichnet wurde, sogar noch drei Schülerinnen mit der Traumnote 1,0 ihre Abiturprüfung bestanden hatten.

Noch entscheidende Spiele

Peter Drescher, mit einem leicht zerknautschten schwarzen Zylinder, begrüßte unter den Ehrengästen Landrat Hermann Ulm, Bürgermeisterin Christiane Meyer und den CSU-Landtagsabgeordneten Michael Hofmann. Dem aktuellen WM-Geschehen gehorchend, bestätigte Schulleiter Erhard Herrmann, selbst ein begeisterter Sportler, seinen Jungs und Mädchen: "Die Spiele der Vorrunde sind beendet und das Abitur ist geschafft, jetzt kommen auch auf Sie noch viele entscheidende Spiele zu, die sie in ihrem Leben bestreiten müssen. Zwar ist eine wichtige Spielzeit nun mit dem Abitur vorbei, die nächste aber beginnt für sie nach einer mehr oder weniger langen Pause."

Zwar hätten es einige in der bisherigen Spielzeit spannend gemacht und sind in die Verlängerung gegangen, die ein ganzes Jahr andauern oder auch nur die mündliche Prüfung umfassen konnte, so der Oberstudiendirektor in seinem Resümee, jetzt aber sei diese Spielzeit vorbei, es werde nicht noch einmal angepfiffen.

Nun seien andere Stadien zu betreten, das Spielfeld werde weder beim Fußball noch im wirklichen Leben immer im Idealzustand sein, auch wenn die Abiturienten mit sehr unterschiedlichen Punktestand das bisherige Spielfeld verlassen. Dabei rief Herrmann dazu auf, wachsam und stets in der Mehrzahl zu sein, wenn es darum gehe, in Auseinandersetzungen mit menschenverachtenden und freiheitsfeindlichen Ideologien bestehen zu können. "Nur so kann es uns auch gelingen, Springerstiefeln und deren geistlosen Gesellen die rote Karte zu zeigen", was ihm prompt den Beifall der Gäste einbrachte.

Letztlich gelte es auch in Zukunft, eigene Vorstellungen engagiert umzusetzen, etwas auf die Beine zu stellen, Bälle ins Rollen zu bringen, sich selbst und damit auch andere zu bewegen, aber wie beim Fußball die Balance zu halten. Das alles gehöre zum Erfolg dazu. Zum Abschluss verabschiedete der Schulleiter seine Abiturienten mit den Zeilen von Theodor Fontane: "Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel."

Über den Tellerrand hinaus schauen

Einen guten Rat hatte anschließend das Ebermannstädter Stadtoberhaupt Christiane Meyer parat, als sie die jungen Leute dazu ermunterte, auch bei der anschließenden Ausbildung, beim Studium über den Tellerrand hinauszuschauen und dann mit diesem Erfahrungen aus der großen weiten Welt wieder nach Ebermannstadt zurückzukehren, wo man dieses Wissen für eine Weiterentwicklung unserer Stadt benötige.
Zusammen mit dem Elternbeiratsvorsitzenden Carsten Wentzel verabschiedete auch Sybille Müller von den "Freunden des GFS" die Mädchen und Jungen, die es aber nicht verpassen wollten, vorher noch mit dem Lehrerkollegium, verpackt in witzigen Videosequenzen, abzurechnen, was den Schülersprechern Miriam Fürst und Pascal Grün bestens gelang.