Das Erwachen des Frühlings und andererseits der Muttertag standen im Fokus der Sänger beim Frühlingskonzert des GV Germania Weingarts. Neben dem gastgebenden Chor wirkten mit der Gesangverein Liederkranz Leutenbach und der Patenverein aus Kunreuth. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr der Gesangverein Eintracht 1853 Oberbreit. Die freundschaftliche Verbindung kam durch Alexandra Goeß-Schmitt zustande. Sie dirigiert heute die Chöre in Weingarts und Leutenbach, stammt aber ursprünglich aus Obernbreit.

"Ist wohl ein schöne Zeit" stimmte der gemischte Chor Germania Weingarts auf den Frühling und den musikalischen Nachmittag ein. Die jungen Sängerinnen und Sänger der Chöre aus Weingarts und Kunreuth begaben sich anschließend gemeinsam gesanglich auf die Blumenwiese.


Ausflug in den Süden

Der Gastchor der Männer aus Obernbreit entführte die Zuhörer in das "Weinparadies" - aus dieser Region Frankens kommen sie ja - mit Text und Musik von Robert Papper. Seinem guten Ruf gerecht erwies sich einmal mehr der Männerchor vom Liederkranz Leutenbach. Großen Applaus gab es für seinen Vortrag "Samba lele, little Chico", eine brasilianische Weise, südländisch spritzig und rhythmisch vorgetragen.

Klassisch bevorzugte es der Männerchor Kunreuth mit Beiträgen wie "Am Brunnen vor dem Tore" von Franz Schubert oder Waldvögelein, eine Volksweise aus dem 16. Jahrhundert. Mit dem sehr harmonischen gemeinsamen Beitrag "Übern See" (Text und Musik von Lorenz Maierhöfer) der Sänger aus Leutenbach und Weingarts ging der musikalische Nachmittag seinem Ende entgegen.

Mit viel Beifall wurde die unplanmäßige Einlage des Lieds "Angel" bedacht, im Duett gesungen von Jana Sußbauer und Alexandra Goeß-Schmitt.


Dank an die Treuen

Werner Löblein, Michael Knörlein und Matthias Kügel waren schließlich gefordert, verdiente Sänger auszuzeichnen. Fünf Jahre singen in der Chorjugend der Germania Weingarts Jana und Marie Sußbauer. Was für Erwachsen wenig klingt, ist für Kinder schon eine richtig lange Zeit.

Zehn Jahre singen Angelika Häfner und Doris Schmitt im gemischten Chor, wofür sie der Verein ehrte. Stolze 50 Jahre singen im gemischten Chor der Germania Hans Kaul und Alfred Kügel, Gisela Kügel ist bereits 60 Jahre aktiv dabei. Ein besonders seltenes Jubiläum feiert Vroni Kaul: Sie singt bereits seit 70 Jahren im Verein. Knörlein verwies aber auch auf ihre Verdienste in ihrer 40-jährigen Tätigkeit als Schriftführerin im Sängerkreis Erlangen/Forchheim.

"Es wird Zeit, dass ich aufhöre", antwortete sie auf die Ehrung. Spontanen lauten Protesten aus dem Publikum fügte sie schlagfertig hinzu "Ich tu's auch nicht."

Zum Schluss nutzte Vorsitzender Matthias Kügel die Gelegenheit, Landrat Hermann Ulm einen Scheck über 350 Euro, ein Teil des Erlöses aus dem vorweihnachtlichen Konzert der Germania Weingarts, für die Lebenshilfe als zu überreichen.