Zwei Wochen werden sich Autofahrer wohl noch gedulden müssen, ehe die Kreisstraße ERH 36 zwischen Medbach und Aisch wieder für den Verkehr freigegeben wird. Dann hat sie aber nicht nur einen neuen Fahrbahnbelag, sondern auch ein tragfähiges Bankett, auf das auch einmal ohne Bedenken ausgewichen werden kann wenn's eng wird.

Und eng wird es auf dieser Straße immer wieder mal, dient sie doch als Zufahrt zur Kompostieranlage des Landkreises und des Wertstoffhofs bei Medbach. Überbreite landwirtschaftliche Fahrzeuge, Lastwagen und Busse zwingen häufig zu Ausweichmanövern aufs Bankett. Damit dies nicht wie bisher nachgibt und abbricht, wird es in diesen Tagen mit speziellen Bankettplatten befestigt.

"Die sind sogar von Schwerlastern befahrbar", meint Jürgen Ertl, Leiter des Kreisbauhofs Erlangen-Höchstadt. Die 50 Zentimeter breiten Betonplatten haben zudem eine spezielle Riffelung, die Autofahrer schnell dazu bringen soll, wieder auf die normale Fahrbahn zurückzukehren.

Die Riffelung ist auch noch so gestaltet, dass sie zum Rand hin tiefer und lauter wird. Ertl: "Nicht angenehm für Autofahrer." Diese Bankettbefestigung gibt es aber nur auf einer Seite der Kreisstraße, was laut Ertl auch ausreichen sollte.

Folgeschäden abwenden

Die alte Fahrbahndecke selbst wurde um vier Zentimeter abgefräst. Stellenweise war die Asphaltschicht ausgemergelt, die Ränder runtergebrochen und die Fahrbahn hatte Risse, in die im Winter Wasser eindringt und auffriert. Ertl und sein Kreisbauhof "versuchen hier frühzeitig was zu machen, um spätere Folgeschäden abzuwenden". Jetzt könne man noch für relativ wenig Geld eine Straße sanieren, die dann wieder fünf bis zehn Jahre hält, sagt der Kreisbauhofleiter.

Ertl wird aber auch mit kritischen Fragen konfrontiert. Bürger halten ihm vor, mit der Sanierung dieser Straße Geld rauszuwerfen, da die Fahrbahn doch nicht so schlecht sei. Vom Auto aus sehe man die Schäden halt nicht, kontert der Experte, der auch nur ein bestimmtes Budget für die Sanierung der Kreisstraßen zur Verfügung hat.

Kritik musste sich Ertl ebenfalls anhören, weil heuer an den Fahrbahnrändern "so gut wie nichts" gemäht wurde. Mit Rücksicht auf Bienen und Insekten sei bewusst nur das Notwendigste gemäht worden. Jetzt beginne man mit der zweiten Mähphase.