Vom sechsspurigen Ausbau der A3 zwischen den Kreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen sind die an den Umleitungsstrecken liegenden Gemeinden besonders betroffen. Eine davon ist Wachenroth.

"Keine Umgehungsstraße kann den Bedarf der Autobahn fassen", sagt Wachenroths Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU). In der Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag musste die durch den Ort führende Staatsstraße wieder einmal einspringen, als wegen des Abrisses zweier Brücken die A3 zwischen Schlüsselfeld und Höchstadt-Nord komplett gesperrt war. Dann zwängt sich der Verkehr mitten durch Wachenroth.

Dass eine solche Situation ohne Probleme und Staus abläuft, erwarten die Wachenrother erst gar nicht mehr. Man müsse schon immer damit leben, sagt Bürgermeister Gleitsmann. Er hat sich bei den Anwohnern der Durchgangsstraße umgehört: "Bis kurz nach Mitternacht herrschte wieder ziemlicher Betrieb, dann wurde es deutlich ruhiger."

In Wachenroth hätten sich die Bürger mit dem Verkehr, der immer dann anschwillt, wenn die Autobahn dicht ist, arrangiert, so Gleitsmann. Die beste Lösung wäre für ihn eine Umgehung, doch die sieht er auf absehbare Zeit nicht.

Unterdessen läuft auf der nahen Autobahn der Ausbau unter der Regie der Privatgesellschaft "A3 Nordbayern" weiter. Wie deren Geschäftsführer Thomas Schwenzer auf Anfrage des FT mitteilt, werden in der Nacht vom 12. auf 13. September zwischen Wiesentheid und Geiselwind gleich drei Brücken abgerissen. Von dieser Vollsperrung bleibt Wachenroth verschont.

Voraussichtlich Ende November wird die A3 dann wieder durch Wachenroth geleitet, wenn die am vergangenen Wochenende abgerissene Brücke auf der Kreisstraße ERH 22 zwischen Buchfeld und Elsendorf durch einen Stahlüberbau ersetzt wird.

Aber nicht nur Brücken müssen ersetzt werden. Überall, wo Straßen, Wege und Gewässer die Autobahn unterqueren, muss neu gebaut werden. Die ersten dieser Ausbaumaßnahmen im Bereich Höchstadt werden ab 2021 zwischen den Anschlussstellen Schlüsselfeld und Pommersfelden und zwischen Höchstadt-Ost und Frauenaurach stattfinden. Wie Geschäftsführer Schwenzer erklärt, werden die Unterführungen dabei "halbseitig zurückgebaut und im Zuge der Ausbaumaßnahmen mit vergrößerter Breite wieder errichtet".