Anfang Juni werden die Bagger anrollen. Im Spätherbst könnte die Erschließung des neuen Baugebietes "Am Sportplatz" dann bereits abgeschlossen sein. Oberhalb des ehemaligen Sportgeländes sollen 26 neue Bauparzellen geschaffen werden.

Aber nicht nur das, die Gemeinde fasst auch die Sanierung der Höchstadter Straße ins Auge. Aus diesem Anlass hatte Bürgermeister Stefan Himpel (FW) seine Räte zu einer Ortsbesichtigung eingeladen.

"Beschlossen ist noch gar nichts", erklärte Himpel auf Nachfrage. In der Sitzung am 6. Juni sollen die Punkte diskutiert und entschieden werden. Lange nachdenken müssen die Marktgemeinderäte über den Sanierungsbedarf an der Höchstadter Straße vermutlich nicht: Löcher und Risse der parallel zur Bundesstraße 470 verlaufenden Ortsstraße sprechen ihre eigene Sprache.

Die Kommune kann sich glücklich schätzen, wenn es mit dem Abfräsen der Oberfläche und einem neuen Belag getan ist. Weil die Straße gerne auch als "Rennstrecke" genutzt wird, denken die Räte auch über eine Verkehrsberuhigung nach.


Straße könnte enger werden

Das könnte beispielsweise eine Verengung der Fahrbahn mit Regelung durch Richtungspfeile sein.
An der Einmündung Ringstraße könnten sich die Gemeindeväter auch eine abknickende Vorfahrt vorstellen, die dann ebenfalls eine Reduzierung der Geschwindigkeit zur Folge hätte. Die Entscheidung soll auf alle Fälle in Absprache mit der Polizei fallen. Auch über einen Radweg entlang der Höchstadter Straße wollen die Räte diskutieren.

Weiteres Thema beim Ortstermin war die rund 3000 Quadratmeter große gemeindeeigene Fläche nördlich des Fitness-Studios an der Flurstraße. Wie Himpel erklärte, könnte durch die Änderung des Bebauungsplans das Areal von dem derzeit festgesetzten "Eingeschränkten Gewerbegebiet" in eine Fläche für Wohnbebauung umgewandelt werden.

Ein völlig neuer Gedanke tauchte im Zusammenhang mit dem sanierungsbedürftigen Kleebauernhaus auf. Ursprünglich hatte man daran gedacht, im Obergeschoss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes eventuell bereits anerkannte Asylbewerber unterzubringen.


Zukunft des Kleebauernhauses

Jetzt brachte ein Vorschlag von Gemeinderat Hermann Popp, der wohl mit der nächsten Tagesordnung auf den Tisch kommt, eine andere Möglichkeit ins Spiel. Popp will den Verkauf des geschichtsträchtigen Hauses, dessen Errichtung auf 1839 datiert wird, anstoßen.


Hallenneubau im Gespräch

Die Vor- und Nachteile, vor allem auch die Fördersituation, sollen in der Sitzung erörtert werden. Das Dach des Hauses hat die Gemeinde Lonnerstadt bereits im vergangenen Jahr saniert. Im Erdgeschoss ist derzeit eine heimatkundliche Sammlung, fast eine Art Heimatmuseum, untergebracht.
Ein Bürger hatte den Neubau einer Halle auf einer bislang landwirtschaftlichen Fläche in der Nähe des Feuerwehrhauses beantragt.

Die Räte könnten sich vorstellen, dass über die beantragte Halle hinaus dort ein kleines Gewerbegebiet ausgewiesen werden könnte.