Nur zwei von neun Mannschaften aus dem Fußball-Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund haben beim Erdinger-Meistercup die Vorrunde überstanden. Beim mittelfränkischen Turnier, das auf dem Gelände des ATV Frankonia Nürnberg stattfand, setzte sich die SpVgg Erlangen in Gruppe F mit vier Siegen in vier Spielen durch, scheiterte im Halbfinale aber am späteren Gewinner ESV Ansbach-Eyb, der aufgrund terminlicher Probleme auf die Fahrt zum Landesentscheid am kommenden Samstag beim ATSV Kelheim verzichtet. Stattdessen tritt die drittplatzierte SG Herrieden mit Endspielteilnehmer TSV Weißenburg II die Reise nach Niederbayern an. Aus Gruppe C zog der FC Schnaittach (Kreisklasse 4 ER/PEG) ungeschlagen ins Viertelfinale ein.

Auf der Strecke blieben der SV Tennenlohe II und III sowie der ASV Weisendorf und der ATSV Erlangen II. Der Titelträger der Kreisliga 2, der TSV Kirchehrenbach, verpasste das Weiterkommen als drittbester Gruppenzweiter knapp. Nur die besten zwei Zweiten der sechs Fünfer-Gruppen zogen in die Runde der letzten Acht ein. Bei den Frauen mischten zwar zwei Teams aus ER/PEG vorne mit, der Pokal ging aber an die SG Nürnberg/Fürth.


Dürrbrunn wildert in Oberfranken

Der oberfränkische Entscheid wurde mit 32 Herren-Teams, darunter die "Mittelfranken" aus Dürrbrunn, beim ASV Hollfeld ausgetragen. Der SV Wachenroth schlug sich in Gruppe C wacker, der SC Reichmannsdorf blieb in seinen vier Gruppenspielen gegen nur zwei Gegner ohne Sieg. Mit dem Ausgang des Turniers hatten beide letztendlich nichts zu tun.

Der VfR Katschenreuth, dem Reichmannsdorf ein Remis abgetrotzt hatte, setzte sich im Finale mit 4:3 nach Achtmeterschießen durch und nimmt mit dem unterlegenen ATS Hof/West sowie dem drittplatzierten SV Würgau am Landesentscheid teil. Ebenfalls in Niederbayern am Start sind die Frauen der SpVgg Stegaurach, die acht Mannschaften hinter sich ließen, sowie die Gewinner des Rahmenwettbewerbs, FFC Hof III (Damen) und SV Neufang (Herren).


Mittelfranken, Gruppe F

Die SpVgg Erlangen begnügte sich zum Auftakt mit einem 1:0 gegen den TSV Absberg (Kreisklasse) und den SC Pollanten (A-Klasse). Dem A-Klassisten Ochsenfurter FV schenkte die "Spieli" in zwölf Minuten auf dem Kleinfeld dafür gleich ein halbes Dutzend Tore ein. Dank des 2:0 gegen den TSV Rückersdorf (A-Klasse 5 ER/PEG) blieb der Bezirksliga-Meister in der Gruppenphase ohne Gegentor. Das änderte sich im Viertelfinale nicht, in dem die Erlanger den zweitbesten Gruppenzweiten FC Serbia Nürnberg (A-Klasse) mit ihrem anfänglichen Lieblingsergebnis bezwangen.

Die erste Niederlage bedeutete das Aus: Christian Müller glich die Führung der Ansbacher zwar aus, doch Eyb, das in der Bezirksliga 2 überraschend den Titel geholt hatte, legte einen Treffer nach. Auch im Spiel um Platz 3 gegen die SG Herrieden (Kreisliga) hatte die "Spieli" das Nachsehen (0:2), dadurch rückte die SG als Turnierdritter als Kelheim-Teilnehmer nach. "Wir wussten vor dem Spiel, dass Ansbach verzichtet, haben sowohl im Halbfinale als auch im Spiel um Platz 3 aber einen Fehler mehr gemacht als der Gegner", erklärte SpVgg-Trainer Stefan Steiner, der seiner Truppe insgesamt einen ordentlichen Auftritt bescheinigte.


Mittelfranken, Gruppe D

Mit den Reserven des SV Tennenlohe (A-Klasse), ATSV Erlangen und ASV Pegnitz (beide Kreisklasse) sowie dem ASV Weisendorf (Kreisliga) war Gruppe D in der Hand der Erlangen/Pegnitzgründer, den ersten Platz und das Weiterkommen sicherte sich aber Kreisklassen-Meister DJK Falke Nürnberg. Lediglich Weisendorf bezwang den Gruppensieger, verlor aber gegen den ATSV und Tennenlohe.


Mittelfranken, Gruppe B

Der SV Tennenlohe III, der auf den Aufstieg in die Kreisklasse verzichtet, bekam es zum Auftakt mit dem späteren Turniersieger zu tun und unterlag 0:3. Mit der Niederlage gegen die SG Heidenheim/Hechlingen/Döckingen (A-Klasse) war das Vorrunden-Aus besiegelt. Die Erlanger verabschiedeten sich mit Erfolgen gegen Kreisligist SV Wettelsheim und A-Klassist TS Fürth aber anständig.


Oberfranken, SV Wachenroth

Zu Beginn trennte sich der SV von der SpVgg Dürrbrunn (A-Klasse 3 ER/PEG), die auf Antrag am oberfränkischen Turnier teilnahm, 1:1. Auch gegen den FC Neuenmarkt (ebenfalls A-Klasse) sprang nur ein torloses Remis heraus. Nachdem sich der Meister der A-Klasse Bamberg 1 dem Titelträger der Bezirksliga Oberfranken West, TSV Sonnefeld, mit 0:1 geschlagen gegeben hatte, war das Achtelfinale, in das die sieben Gruppensieger und die zwei besten Gruppenzweiten einzogen, außer Reichweite. Immerhin verbuchte der SVW einen 3:2-Erfolg gegen den SV Wernsdorf (A-Klasse Bamberg 2).


Oberfranken, SC Reichmannsdorf

Da sowohl der TSV Gleußen als auch die SpVgg Ebing II nicht antraten, maß sich Reichmannsdorf mit den verbliebenen Gegnern in Hin- und Rückspiel. Gegen den VfR Katschenreuth (Kreisliga) blieb der Kreisliga-Aufsteiger ohne Torerfolg (0:0 und 0:2), auch gegen den ASV Sassanfahrt (Kreisklasse Bamberg 2) holte der SC nur einen Zähler (1:2 und 1:1), so dass die Kontrahenten ohne die Mannschaft von Trainer Klaus Grütze in die K.o.-Runde einzogen.

"Die beiden Absagen waren schade, wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt", erklärte Grütze, dessen Team beim Ziel- und Temposchießen gut dabei war. Während für Sassanfahrt im Achtelfinale beim späteren Zweiten Endstation war, kämpfte sich der VfR ins Endspiel, wo er den ATS Hof/West nach torlosen zehn Minuten im Duell vom Punkt bezwang.


Frauen, Mittelfranken

Die SpVgg Effeltrich, die sich in der Kreisliga vor Mitaufsteiger Adelsdorf den Titel geholt hatte, wies zwar aufgrund mehr geschossener Tore gegenüber dem SV Weinberg III das leicht bessere Torverhältnis auf, musste sich im direkten Vergleich mit dem Kreisklassisten, aber 1:3 geschlagen geben. Im Halbfinale traf der künftige Bezirksligist daher auf den SV Langensendelbach, der in der Kreisklasse 1 vor dem in der Relegation nachgezogenen SC Oberreichenbach die Nase vorn gehabt hatte. Dort behielt der vermeintliche Außenseiter mit 1:0 die Oberhand. Parallel setzte sich Nürnberg/Fürth 2:1 gegen Weinberg III durch. Die Reserve sicherte sich gegen Effeltrich zumindest Rang 3 und über den Rahmenwettbewerb das Weiterkommen.

Im Finale trafen die dominierenden Mannschaften des Turniers aufeinander und neutralisierten sich in der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wurde eine SGlerin länger am Knöchel behandelt, ihre Teamkolleginnen steckten die Unterbrechung aber besser weg und sicherten sich mit zwei späten Treffern den Turniersieg.


Frauen, Oberfranken

Im Hollfelder Turnier setzte sich der Bezirksoberliga-Meister SpVgg Stegaurach im Finale gegen den FFC Hof III (Kreisliga) durch und revanchierte sich damit für die Niederlage in der Gruppenphase. Da beide Mannschaften nicht nur auf dem Kleinfeld, sondern auch im Geschwindigkeits- und Torwandschießen sowie Bierkästenabräumen und Jonglieren auf Augenhöhe agierten, ging das zweite Ticket für den Landesentscheid an das im Rahmenwettbewerb mit Stegaurach punktgleiche Hof.