Die Aufstiegsnachricht war nicht im Ergebnis eines Spiels der A-Klasse 1 ER/PEG verpackt, sondern im diesjährigen Relegationsmodus: Die A-Klassen-Zweiten müssen diesen Umweg heuer nicht gehen. Dennoch verfolgen der 27-jährige Arnes Hodzic und der FK Jugoslavija Erlangen nach wie vor ein festes Ziel.

Wer hat Sie angespielt?
Arnes Hodzic: Kevin Herrmann vom ASV Herzogenaurach, mit dem ich beim SC Herzogenaurach-Nord 2013 zusammen aufgestiegen bin. Nachdem er weggegangen ist, sind wir leider wieder abgestiegen. Er ist ein überragender Fußballer. Manchmal hat er Tage, an denen alles klappt.

Ohne dass Ihre Mannschaft oder ein Konkurrent im Einsatz war, steht seit Freitag fest, dass Sie aufgestiegen sind (siehe Artikel links). Wie haben Sie davon erfahren?
Wir Spieler haben eine Nachricht bekommen, in der es außerdem hieß, wir sollen am Abend ins Sportheim kommen. Dass es eine Aufstiegsfeier gibt, glaube ich aber nicht. Dafür brauchen wir mehr Planungszeit. Vor allem sollte es nicht an einem Freitag sein, da einige aus der Mannschaft samstags arbeiten müssen und sich nicht so kurzfristig freinehmen können.

Wie kann man sich eine "jugoslawische" Aufstiegsfeier vorstellen, wenn es dann soweit ist?
Eigentlich nicht viel anders als beispielsweise vor vier Jahren. Vielleicht mit etwas mehr Alkohol (lacht). Die ein oder andere Flasche Slibowitz dürfte sicher geleert werden. Heute nach dem Spiel gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack, wenn wir zum 40. Jubiläum des Herzogenauracher Vereins KSV Croatia eingeladen sind.

Vorher stehen noch zwei Saisonspiele an. Mit welchem Ziel gehen Sie nach dem geschafften Aufstieg in die Partien?
So weit ich weiß, sind wir neben den "Nordsternen" die einzige ungeschlagene Mannschaft im Spielkreis. Das möchten wir gerne bleiben und wenn möglich Meister werden. Wir haben heute bei den Kickers und eine Woche später gegen den BSC zwei Stadtderbys, die wir gewinnen wollen.

Nach dem letzten Aufstieg des FK Jugoslavija 2010 ging es nach zwei Spielzeiten wieder in die A-Klasse. Was spricht dafür, dass der Aufenthalt in der Kreisklasse diesmal von längerer Dauer sein wird?
Damals sind nach dem Aufstieg einige Spieler weggegangen. Ich hoffe, dass wir diesmal weitgehend zusammenbleiben. Bislang trainieren wir nur ein Mal die Woche und das aus privaten Gründen mit ziemlich schlechter Beteiligung. An den Spieltagen kriegen wir häufig Unterstützung von den Alten Herren. Wenn wir kommende Saison mehr trainieren können und den ein oder anderen jungen Neuzugang bekommen, sieht es meiner Meinung nach gut aus in Sachen Klassenerhalt.

An wen spielen Sie weiter?
An Thomas Gründlinger. Er wurde vor dieser Saison Spielertrainer beim BSC Erlangen, von wo ich zu Jugoslavija gewechselt bin. Zuvor und 2010/2011 haben wir je ein Jahr zusammen beim FK und von 2012 bis 2014 gemeinsam beim SC Nord gespielt.