Fränkischer Autozulieferer Schaeffler muss Geschäftsziele anpassen - Aktie stürzt ab

1 Min
Schaeffler muss Geschäftsziele anpassen - Aktie stürzt ab
Das Unternehmen Schaeffler musste an der Börse eine herbe Schlappe hinnehmen. (Archivbild).
Schaeffler muss Geschäftsziele anpassen - Aktie stürzt ab
Daniel Karmann/dpa

Der fränkische Automobilzulieferer Schaeffler muss seine mittelfristigen Geschäftsziele korrigieren. Die Entscheidung wirkte sich umgehend auf die Aktie des Unetrnehmens aus.

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach aus dem Kreis Erlangen Höchstadt reduziert aufgrund der angespannten Lage in der Automobilindustrie seine mittelfristigen Geschäftsziele. Besonders der durch den Kauf von Vitesco gestärkte Bereich rund um das Elektroauto bereitet Schwierigkeiten. Das Wachstum bis 2028 fällt geringer aus, als Vorstandschef Klaus Rosenfeld es geplant hatte.

Investoren zeigten sich am Freitag bestürzt über die Nachricht. Die im MDax gelistete Aktie fiel rapide. Der Kurs sank zuletzt um 16 Prozent auf 6,83 Euro, zeitweise wurde der Handel sogar unterbrochen.

Schaeffler-Vorstandschef begründet reduzierte Geschäftsziele

Die Auftragslage für Schaeffler ist schwächer als erwartet. So wird im Jahr 2028 voraussichtlich nur noch ein Konzernumsatz von 24 bis 26 Milliarden Euro erreicht, teilte das Unternehmen in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Rosenfeld eine Steigerung auf 27 bis 29 Milliarden Euro angestrebt. Im vergangenen Jahr hatte Schaeffler einen Umsatz von 23,5 Milliarden Euro erzielt.

Die Entwicklung sei vor allem auf politische Entscheidungen in den USA zurückzuführen, wo die Regierung von Präsident Donald Trump die Förderung für E-Autos gestrichen habe. "Die großen Programme, die wir für die E-Mobilität für Amerika im Orderbuch hatten, sind deutlich reduziert oder komplett weggefallen", sagte Vorstandschef Rosenfeld der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewinnschwelle in diesem Segment werde wohl später erreicht als zunächst gedacht. Er fügte jedoch hinzu: "Die E-Mobilität bleibt ein wichtiger Wachstumsbereich für die Schaeffler-Gruppe."

Für die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf Konzernebene erwartet das Management 2028 weiterhin eine Spanne von 6,0 bis 8,0 Prozent. Mit dem nun niedriger angesetzten Umsatz dürfte jedoch deutlich weniger Gewinn erzielt werden als ursprünglich prognostiziert. Zuletzt hatte Schaeffler angekündigt, seine Tätigkeit in der Rüstungsindustrie auszubauen.