Brasilien ist derzeit in aller Munde. Orte wie Sao Paulo, Salvador, Rio de Janeiro, Manaus haben durch die Fußballweltmeisterschaft einen guten Klang. In einigen Stunden sind sie zu erreichen - sofern man das nötige Kleingeld dazu hat. Doch wie war das vor zweihundert Jahren? Kaum jemand in Deutschland wusste etwas über Brasilien und seine Menschen, geschweige denn von seiner Fauna und Flora. "Nicht einmal die Brasilianer selbst wussten damals etwas über das Landesinnere, ja sie hatten sogar einen Horror davor, dorthin vorzudringen", sagt einer der es wissen muss: Dr. Karl Dieter Reinartz, Vorsitzender des Höchstadter Spix-Vereins.

Was durchaus nicht verwundert: War das ferne Land doch nur mit dem Schiff zu erreichen - und das konnte dauern. Im Falle des gebürtigen Höchstadters Johann Baptist Ritter von Spix, der zusammen mit dem Erlanger Botaniker Martius die Brasilien-Reise antrat, beanspruchte die Überfahrt "nur" gut drei Monate.