• Erneut Gewitter im Landkreis Erlangen-Höchstadt
  • Eckental, Heroldsberg und Kalchreuth besonders betroffen
  • Starker Regen und Wind richten Schäden an
  • Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume sorgen für viele Feuerwehr-Einsätze

Von der Gewitterfront am Sonntag (15. August 2021) wurde der Landkreis Erlangen-Höchstadt am frühen Abend schwer getroffen. Die Gewitter brachten starken Regen und heftige Windböen mit sich, berichtet Kreisbrandinspektor Stefan Brunner am Montag (16. August). Für die Feuerwehren bedeutete das zahlreiche Alarmierungen - aufgrund überfluteter Straßen, umgestürzter Bäume sowie Keller, in die Wasser eingedrungen war.

Landkreis Erlangen-Höchstadt: Drei Ortschaften besonders von Gewitter betroffen

Besonders betroffen war dabei die östliche Hälfte des Landkreises - vor allem die Marktgemeinden Eckental und Heroldsberg sowie Kalchreuth. Teilweise konnte die Kanalisation die Regenmengen nicht mehr aufnehmen, sodass Kanaldeckel herausgespült wurden und das Wasser aus der Fahrbahn quoll. Dies bedeutete eine große Gefahr für Autos und Zweiräder, aber auch für Fußgänger, da in den metertiefen Kanalschächten lebensgefährliche Sogwirkungen entstehen können, erklärt Brunner.

Durch die Feuerwehren wurden die Kanaldeckel schnellstmöglich wieder richtig platziert. Auch einige Unterführungen waren für einige Zeit nicht passierbar, bis das Wasser wieder abgelaufen war. Bis spät in die Nacht hinein waren die Feuerwehren der drei Gemeinden darüber hinaus mit dem Auspumpen von Kellern beschäftigt, wobei sich die Wasserhöhen in den Gebäuden laut Kreisbrandinspektion meist in Grenzen hielten.

Indes hatten starke Windböen zahlreiche Bäume entwurzelt oder umgeknickt. So waren einige Kreisstraßen kurzzeitig unpassierbar, bis die Hindernisse von den Feuerwehren wieder beseitigt werden konnten. Die Kreisstraße von Kalchreuth war zudem von Ausspülungen betroffen - hier kam zusätzlich zu den gemeindlichen Einsatzkräften der Kreisbauhof zum Einsatz. Nachdem ein umgestürzter Baum am dortigen Wildgehege die Einzäunung zerstört hatte, wurde zusammen mit den Verantwortlichen der Anlage verhindert, dass Tiere sich im Zaun verletzen oder flüchten konnten.

Gewitter sorgen für rund 30 Feuerwehr-Einsätze im Landkreis Erlangen-Höchstadt

Insgesamt mussten die Feuerwehren im Landkreis an rund 30 Einsatzstellen tätig werden, teilt der Kreisbrandinspektor mit. Die zuständigen Führungskräfte der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt beobachteten zusammen mit der Integrierten Leitstelle Nürnberg fortwährend das Einsatzaufkommen. So sollten frühzeitig übergeordnete Maßnahmen getroffen werden können, heißt es vonseiten der Kreisbrandinspektion. Die Maßnahmen seien aber letzten Endes nicht notwendig gewesen, da das Unwetter relativ schnell weitergezogen sei und die örtlich zuständigen Feuerwehren mit der Zahl der Einsätze selbst zurechtgekommen seien. 

Auch weitere Teile Mittelfrankens - etwa der Kreis Fürth - waren von den Gewittern betroffen. Örtlich kam es sogar zu Hagel oder Starkregen. Die Nürnberger Berufsfeuerwehr rückte zu über 100 Einsätzen aus.