Kurze Abkühlung am Sonntagnachmittag (15.08.2021): Starke Gewitter sind zum Abschluss des Wochenendes ab zirka 17.30 Uhr über Franken gezogen. Bereits im Vorfeld warnte der Deutsche Wetterdienst vor schweren Unwettern. Gewarnt wurde vor starken Winden und schweren Regenfällen - vereinzelt kam es auch zu Hagelfällen und Starkregen. 

In Mittelfranken fielen in einigen Regionen Zentimeter große Hagelkörner vom Himmel. Dazu gab es Starkregen und starke Windböen. In den sozialen Medien waren Videos von den Hagelkörnern in Blumenkästen und auf Straßen zu sehen. Wie die Feuerwehr Nürnberg am Abend berichtet, zog die Unwetterfront zuerst über den Landkreis und die Stadt Fürth, dann über die Stadt Nürnberg und schließlich über das gesamte Leiststellengebiet.

Unwetter ziehen über Mittelfranken: Etliche Bäume umgeweht - auch auf die A3 

Bereits bis 20.45 Uhr mussten 115 unwetterbedingte Einsätze im Leistellengebiet abgearbeitet werden, die meisten davon (35) in Nürnberg. Aber auch Fürth und der dazugehörige Landkreis sowie der Kreis Erlangen-Höchstadt waren stärker betroffen. In Burgfarrnbach (Landkreis Fürth) musste die Feuerwehr laut Angaben der Agentur News5 zu Aufräumarbeiten nach dem Gewitter ausrücken. Mehrere große Äste waren von Bäumen auf die Straßen gefallen. Insgesamt seien rund 350 Anrufe eingegangen, berichtet die Feuerwehr Nürnberg.

In der Region seien etliche Bäume umgeweht worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Betroffen davon war demnach auch die A3 bei Tennenlohe. Nach ersten Erkenntnissen habe dies aber zu keinen Unfällen oder größeren Behinderungen geführt. Die Feuerwehr Nürnberg meldete alles in allem sechs Brandeinsätze, 80 umgestürzte Bäume (teilweise auf Schienen), sieben umgestürzte Bauteile bzw Zäune sowie 22 Wasserschäden. Bemerkenswert war ein Einsatz in Fürth: Hier war es zu einem Wand- und Gerüsteinsturz gekommen. Laut Angaben der Feuerwehr waren bei sämtlichen Einsätzen glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen.

In der neuen Woche steht uns in Bayern ein heftiger Wetterumschwung bevor.

ak/dpa