Auch über eine Woche nach dem schrecklichen Unfalltod von Alexander Beck ist die Trauer und die Anteilnahme groß. Der 33-Jährige war einer der Geschäftsführer der Bäckerei-Kette "Der Beck" aus Tennenlohe mit rund 150 Filialen, über 1300 Mitarbeiter und 74 Millionen Euro Umsatz.

Am Mittwoch, 1. März, wurde der junge Großbäcker in Tennenlohe bei Erlangen beerdigt. Daher hatten alle Filialen der Bäckerei-Kette bereits ab 13 Uhr geschlossen. In den Läden hingen schwarze Plakate in den Türen. Darauf der Text: "Liebe Gäste, da wir von unserem Juniorchef Alexander Beck Abschied nehmen, schließen alle unsere Filialen am Mittwoch, 1. März 2017 bereits um 13 Uhr."

Seine Eltern Petra und Siegfried Beck, sein Bruder Dominik und seine Großeltern nahmen bereits Tage zuvor in einer emotionalen Traueranzeige Abschied.

Neben dem Bild des lachenden Alexander steht dort ein Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: "Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache."


Emotionale Traueranzeigen für Alexander Beck

Dort wurde auch auf die Trauerfeier am Mittwoch, 1. März um 15 Uhr in der Evangelischen Kirche St. Maria Magdalena in Tennenlohe verwiesen. Die Familie bat darin Abstand von Beileidsbekundungen zu nehmen. Anstatt von Blumen wünschte sich Familie Beck lieber eine Spende an die "Der Beck Kinderfonds Stiftung" (Kennwort "Alex", IBAN: DE87 7002 0500 3750 0300 03 bei der Bank für Sozialwirtschaft).

Doch auch die Mitarbeiter der Bäckerei-Kette "Beck" und "Mr. Bleck" bekundeten öffentlich ihre Trauer. Dort heißt es: "Fassungslos und tief betroffen nehmen wir Abschied von unserem Juniorchef Alexander Beck."

Weiter heißt es in der Traueranzeige: "Er wurde viel zu früh durch einen tragischen Unfall aus unserer Mitte gerissen. Wir werden ihn immer als unseren lebensfrohen und positiven Geschäftsführer und Freund in Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt der ganzen Familie."

Beck kam am Montag, 20. Februar um 23.15 Uhr bei einem Unfall auf der A3 kurz vor der Anschlussstelle Nürnberg-Nord ums Leben. Auch eine Woche danach steht die genaue Unfallursache noch nicht fest.

Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage von inFranken.de erklärte, werde erst kommende Woche mit einem Gutachten gerechnet. Dann entscheide sich auch, ob weitere Sachverständige hinzugezogen werden müssen.


Großbäcker Beck stirbt bei Horrorcrash: Was war passiert?

Beck war nahe der Anschlussstelle Nürnberg-Nord auf der Autobahn 3 mit seinem BMW zunächst in das Heck eines Lasters gefahren, kam dann nach rechts von der Fahrbahn ab. Sein Pkw habe sich laut Polizei überschlagen und der junge Unternehmer Beck erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der Lkw verlor durch den heftigen Aufprall zwei Ersatzräder. Ein nachfolgender Laster-Fahrer wollte noch ausweichen, verlor aber ebenfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dieses Fahrzeug geriet ins Schlingern und kippte auf die Seite. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Fahrer des anderen Lkw blieb unverletzt.
Die Verkehrspolizei zog auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Unfallsachverständigen hinzu und stellte die Fahrzeuge - darunter auch den BMW Alexander Becks - sicher. Die rechte und mittlere Spur der Autobahn mussten auf Höhe der Unfallstelle zeitweise gesperrt werden.
Beck befand sich auf der Heimfahrt vom bayerischen Zweitliga-Derby zwischen dem TSV 1860 München und dem 1. FC Nürnberg in der Münchner Allianz-Arena.

Spekulationen über die Unfallursache

Ob er mit seinem 400 PS-starken Sportwagen zu schnell unterwegs war, oder ob Sekundenschlaf die Ursache für den tödlichen Unfall war, muss im Gutachten geklärt werden.

Die Eltern des Geschäftsführers - beide sind ebenfalls in der Geschäftsführung der Großbäckerei tätig - befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalldramas im Ausland.


Traueranzeige für Alexander Beck