Wenn er ein Baum sein könnte, wäre Alfred Wachs am liebsten eine Eiche. Eichen seien knorrig, standfest, wurzeln tief und - "die Eiche hält am längsten", antwortet der Ehrenbürger der Stadt Höchstadt auf die Frage. An einer Eiche, genau gesagt einer Stiel-Eiche, wurde das "grüne" Engagement von Alfred Wachs für seine Stadt jetzt "festgemacht". Seit Mittwoch erinnert eine Tafel an die Verdienste des Ehrenbürgers um ein grünes Höchstadt.

Eine Auszeichnung, die den Geehrten nicht nur sehr freute, sondern die auch viele Erinnerungen wach werden ließ. Die Tafel wurde neben der Aischbrücke gegenüber der Bäckerei Fumy auf einer kleinen steinernen Stele befestigt. Die Tafel weist auf die Pflanzung des Baums 1990 durch Ehrenbürger Alfred Wachs hin. Die Tafel steht symbolisch für 3500 großkronige Bäume, die Wachs im gesamten Stadtgebiet gepflanzt hat.

Der mittlerweile 94-Jährige war somit bereits ein echter "Grüner". 35 Jahre lang war sein Arbeitsplatz das Landwirtschaftsamt. 20 Jahre lang leitete er als Vorsitzender den Obst- und Gartenbauverein Höchstadt, führte ihn zur Blüte und zum damals größten Gartenbauverein in ganz Bayern. Zwei Jahrzehnte lang stand Wachs auch dem Kreisverband der Gartenbauvereine mit seinen 25 Ortsvereinen vor.

Dazu war Alfred Wachs 24 Jahre Mitglied im Kreistag des Landkreises und bekleidete zwölf Jahre das Amt des Dritten Bürgermeisters der Stadt Höchstadt. Als solcher hat er auch den Gartenbautechniker Hermann Zehn eingestellt. "Wenn ich aufhöre, brauchen wir einen Mann, der etwas davon versteht", begründete er seine damalige Motivation.

Bürgermeister Gerald Brehm bestätigte Wachs denn auch "eine grüne Ader". Brehm dankte Wachs, dass er "Höchstadt zu einer grünen Stadt gemacht" hat. Dass die Eiche an der Brücke 1990 gepflanzt wurde, "dem Jahr als meine politische Laufbahn als Stadtrat begann", wertete das Stadtoberhaupt als ein gutes Omen.

Walter Winter, ehemaliger Chef des Landwirtschaftsamts, würdigte die Verdienste von Alfred Wachs: Er habe dafür gesorgt, dass die kleinen Landwirte zu Facharbeitern umschulen konnten, so dass es ihnen heute wirtschaftlich gut gehe.

Georg Schockel und Manfred Welker dankten Wachs für sein Interesse an Heimat- und Denkmalpflege.