Zwei anspruchsvolle und unterhaltsamen Abende bescherten die rund 20 Schüler der "English Drama Group" des Gymnasiums Höchstadt den jeweils rund 100 Zuschauern einer Gesellschaftskomödie von Oscar Wilde. In dem Stück "The Importance of Being Earnest" parodiert der Autor die gesellschaftliche Oberschicht des viktorianischen Zeitalters mit scharfsinnigem Humor. Bereits im Titel offenbart sich der Wortwitz Wildes, denn sowohl der Name Ernst als auch die Eigenschaft, aufrichtig zu sein, sind im Verlauf des Dramas von zentraler Bedeutung.

Algernon und Jack, zwei englische Gentlemen, die sich den vergnüglichen Seiten des Lebens widmen, geraten durch ihre ernsthaften Gefühle für Gwendolen und Cecily in einige Bedrängnis. Charmant und distinguiert stellen die Schüler die Charaktere dar. Besondere Dramatik wird durch den vordringlichsten Wunsch der Damen erreicht: Denn in jedem Fall soll ihr zukünftiger Ehemann Earnest heißen. Lady Augusta Bracknell, die Mutter von Gwendolen, ist strikt gegen die Verlobung mit Jack. Nach weiteren Verwicklungen und Enthüllungen gibt es am Ende ein Happy End.

Das gesamte Schuljahr haben die Schüler unter der Leitung ihrer Lehrerin Ulrike Moldenhauer-Alzner dieses anspruchsvolle Stück vorbereitet und mit Gespür für Details auf die Bühne gebracht. Besonderes Lob darf dabei ihrem guten Sprachstil zukommen. Einen Höhepunkt bildeten die Gesangseinlagen. Die Erfahrung des Schauspiels auf der Bühne, noch dazu in fremder Sprache, kann den jungen Menschen Selbstvertrauen geben. Fachbetreuerin Christine Prinz und Studiendirektor Ingo Pöllmann aus der Schulleitung fanden dementsprechend nur Worte des Lobes und Dankes für die "Drama Group", ihre Leiterin, für die Technik sowie jegliche helfenden Hände rund um die Durchführung. Im nächsten Jahr soll es ein neues Theaterstück geben.