Ihr wunderschönes Vereinsheim im Dachgeschoss der Fortuna Kulturfabrik - übrigens mit Blick über die ganze Stadt - werden die Höchstadter Fischer natürlich nicht aufgeben. Aber sich nach dem Abfischen mit verschlammten Gummistiefeln dorthin zurückziehen, geht auch nicht. Jetzt bauen sich die Fischer noch ein eigenes kleines Gebäude, das sie auch einmal mit schmutzigen Schuhen betreten können.

Neben dem Parkplatz am Eisstadion haben sich die Fischer ein knapp 1000 Quadratmeter großes Grundstück von der Stadt gekauft. Auf diesem Areal laufen derzeit die Fundamentarbeiten für eine 20 mal 10 Meter große Halle. Dabei packen die Vereinsmitglieder ebenso mit an, wie sie später den Innenausbau selbst übernehmen wollen.

Wie Vorsitzender Klaus Müller erklärt, sei für den Verein ein solches "Lager- und Vorbereitungsgebäude" dringend notwendig.
Vor allem nach dem Tod ihres Ehrenvorsitzenden Fritz Endres brauchen die Fischer Lagerkapazitäten. Der Keller des langjährigen Vorsitzenden sei praktisch ein Fischer-Keller gewesen, stellt Endres' Nachfolger Klaus Müller fest.

Der Höchstadter Fischereiverein hat eine Menge Equipment, das irgendwo eingelagert werden muss. Allein die Verkaufshütten , mit denen der Verein beim Altstadt- und Fischerfest vertreten ist, brauchen Platz.

Bisher in Privatwohnungen

Was nicht bei Fritz Endres in den Keller passte, lagert in den alten städtischen Schuppen auf dem ehemaligen Galster-Gelände neben dem Friedhof. Weil die Stadt diese Fabrik-Brache nicht ewig so liegenlassen will, werden auch die Fischer dieses Lager räumen müssen. Das soll dann alles im Neubau untergebracht werden.

In dem neuen Domizil ist auch ein "Vorbereitungsraum" geplant, in dem die Fischgerichte für die diversen Feste vorbereitet werden können. Bisher geschieht das in Privatwohnungen. Natürlich dürfen ein Aufenthaltsraum und sanitäre Anlagen nicht fehlen. "Die Auswertungen unserer Preisfischen können wir dann im Trockenen machen", freut sich Vorsitzender Müller.

Für das mit eigenen Mitteln eingerichtete Vereinsheim in der Fortuna haben die Fischer noch einen längerfristigen Mietvertrag mit der Stadt. Die Räume unterm Dach sollen auch weiterhin für Festlichkeiten der Stadt und von den Fischern genutzt werden.