Schaeffler wächst: Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach hat am Sonntag (24. Juli 2022) den Vertrag zum Erwerb der Ewellix Gruppe unterschrieben. Wie es in einer Pressemitteilung von dieser Woche heißt, stehe noch die Prüfung und Zustimmung durch die zuständigen Behörden aus. Schaeffler möchte mit dem Kauf seine Marktposition vor allem im Lineargeschäft stärken.

Auf 582 Millionen Euro belaufe sich der Kaufpreis. Dieser Wert schließe die von Schaeffler zu übernehmende Nettoverschuldung von Ewellix in Höhe von rund 120 Millionen Euro sowie Transaktionskosten nicht ein, heißt es in diesem Zusammenhang.

Herzogenaurach: Autozulieferer Schaeffler erhofft sich durch Erwerb "Verbesserung des Gewinns"

"Es wird davon ausgegangen, dass die Transaktion bereits in 2024 zu einer Verbesserung des Gewinns pro Aktie der Schaeffler AG in einem mittleren einstelligen Prozentbereich führt", so die Prognose des fränkischen Autozulieferers. Ewellix habe 2021 einen Umsatz von rund 216 Millionen Euro generiert. Für das Gesamtjahr 2022 werde ein Umsatz von rund 250 Millionen Euro erwartet. Der Kaufpreis werde mit bestehenden internen und externen Mitteln finanziert. 

Der Antriebshersteller sei Marktführer unter anderem bei elektromechanischen industriellen Aktuatoren und Hubsäulen sowie Rollengewindetrieben. Diese würden in Sektoren wie Robotik, der Medizintechnik und in mobilen Maschinen eingesetzt. Die Produktpalette ergänze das bestehende Portfolio der Industriesparte von Schaeffler in hohem Maße.

Die rund 1200 betroffenen Ewellix-Beschäftigten sollen als starke Geschäftseinheit mit dem Team von Schaeffler Industrial Synergien umsetzen. "Die Transaktion ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, die Schaeffler Gruppe noch besser auf die Zukunft auszurichten", sagt Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. Das Unternehmen rechnet mit dem Vollzug des Kaufvertrags Ende 2022.