Mehrere Laudatoren hoben im Sitzungssaal des Landratsamts insbesondere die Bürgernähe des langjährigen Politikers hervor, der auf Grund seiner Verdienste um den Mittelfränkischen und Bayerischen Fischereiverband im Volksmund auch "Fischdoktor" genannt wird.

Eine ansehnliche Liste an Errungenschaften Maiers für den Landkreis ließ Tritthart in seiner Festrede Revue passieren. Als "Urgestein der Gebietsreform", so der Landrat, habe Maier maßgeblich zur positiven Entwicklung des Landkreises in politischer, sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und sportlicher Hinsicht beigetragen und das Zusammenwachsen des östlichen und westlichen Landkreises befördert.

Seit 1959, so Tritthart, sei Maier Mitglied des CSU-Kreisverbands Erlangen-Höchstadt gewesen und habe von 1967 bis 1972 dessen Vorsitz innegehabt. Von 1972 bis 1978 habe er in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden die Geschicke des CSU-Kreisverbandes mitgelenkt. Von 1964 bis 2014 habe er sich als Mitglied des Kreistages Erlangen engagiert und sei zwischen 1966 und 1978 Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion gewesen. Mit zeitlichen Unterbrechungen habe er sich insgesamt 33 Jahre lang im Kreisausschuss des Kreistags eingebracht und auch in zahlreichen anderen Ausschüssen mitgewirkt. Von 1978 bis 1988 war Maier Landtagsabgeordneter für den Stimmkreis Erlangen-Höchstadt und dort Mitglied im Haushaltsausschuss und Medienrat sowie Vorsitzender des Technologieausschusses.

Im Interesse der Allgemeinheit

Auf Maiers Vorsitz im Musikrat Erlangen-Höchstadt kam Hans Wormser, Geschäftsführer des Musikrats, in seiner Grußrede zu sprechen. Als zweiten Musikrat in ganz Bayern habe Maier das Gremium 1983 initiiert. Auf Grund dessen hätten die Musik- und Gesangvereine im Landkreis rund 700 000 Euro mehr an Zuschüssen bekommen und davon erheblich profitiert.

Ohne das große Vertrauen und den Zuspruch der Bürger wäre das Erreichte jedoch nicht möglich gewesen, so ist sich der jetzige Unruheständler bewusst. Jedoch auch das Verständnis, die Unterstützung und der Verzicht seiner Frau Barbara und seiner drei Söhne seien für das Gelingen seiner Laufbahn unerlässlich gewesen. Für ihn als gebürtigen Kühlenfelser sei der Landkreis, in den er 1955 übersiedelte, zur eigentlichen Heimat geworden, und es verbinde ihn viel mit dem Landkreis und seiner Bevölkerung. Dass er sich für die "Überschaubarkeit" des Landkreises eingesetzt habe, bringe ihm wohl das Ehrenzeichen ein, das er als Verpflichtung verstehe, sich weiterhin einzumischen, was er nicht als Drohung, sondern als Hilfsangebot aufgefasst wissen wolle.

Christoph Maier, der neben dem neuen Ehrenzeichen bereits 13 weitere Auszeichnungen, darunter das 1987 verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande, vorweisen kann, hob hervor, eine freiheitliche Demokratie lebe von der aktiven Beteiligung ihrer Bürger am Wohl der Gemeinschaft. Deshalb appelliere er an Bürger und Politiker, im Interesse der Allgemeinheit "für einen lebens- und liebenswerten Landkreis Erlangen-Höchstadt" zusammenzustehen und sich nach bestem Wissen und Gewissen für diesen einzusetzen.