Nie wieder Langeweile in den Freistunden. Das denken sich zumindest Leonie D. und Celina T., als sie am Montag von der voraussichtlichen Eröffnung des Aisch-Park-Centers in Höchstadt über das soziale Netzwerk Facebook erfahren. Wie sie, sind auch andere - hauptsächlich Frauen - davon begeistert, dass bald ein neues Einkaufszentrum in Höchstadt eröffnen soll, das unter anderem Kleidungsgeschäfte, Elektronik- und Drogeriegeschäfte abdecken wird.

Insgesamt erreichte der Beitrag auf der Seite Fränkischen Tags über 10 000 Personen und bekam bisher 86 Gefällt-mir-Angaben. Doch, nicht alle Kommentare fallen positiv aus: "Schade ist das, einfach nur schade. Da soll seit Jahren die Innenstadt belebt werden, Konzepte zur Verschönerung dieser werden erdacht, um Menschen ins Zentrum zu locken."

Das schreibt Nutzerin Ma R.
auf Facebook und führt das Szenario weiter fort: "Und dann - auf neudeutsch #bäääääääm - wird ein Einkaufscenter hingeklatscht. Konsum regiert die Welt."


Einzelhandel in Gefahr?

Die Nutzerin Ma R. wirft dem neuen Einkaufskonzept vor, dass nicht an die Höchstadter Geschäftsleute in der Innenstadt gedacht werde, obwohl das oftmals langjährige Familienbetriebe seien, und sie schreibt: "Warum auch?! Höher, schneller, weiter! Solange es nicht auf die eigenen Kosten geht." Ob Höchstadt ein Zentrum mit vielen neuen Einkaufsläden wirklich braucht, fragen sich Karl F. und Janos H.: "Was braucht Höchstadt eigentlich noch alles?"

Eine konkrete Sorge teilt Iris C. auf Facebook. Sie ist der Meinung: "Dann muss man sich für die Innenstadt was in puncto Gastronomie einfallen lassen, damit man zumindest dahingehend noch einen Grund hat, nach Höchstadt rein zu fahren."


Ruhige Innenstadt

Michael H. schrieb am Montagabend einen Kommentar, der vor Ironie strotzt: "Jawoll! Raus mit den Menschen aus der Stadt. Dann kann die Stadt zur Fußgänger- und Fahrradzone befördert werden. Am Beispiel von Erlangen klappt das doch schon ganz gut. Man muss nur noch in die Arcaden. Den Rest der Innenstadt teilen sich Fußgänger und Radfahrer. Läden braucht es da nicht mehr, da es sowieso um Ruhe geht. Das ist wiederum am Beispiel der Fürther Gustavstraße zu sehen."

Michael H. ist der Ansicht: "Wir drehen das jetzt alles um. Früher war das Leben in den Innenstädten, jetzt bauen wir die Flure voll mit dem zigsten 'Superdiscouterbilligernochbilligermarkt'. Dafür ist in den Innenstädten eben die selige Ruhe."