Eine beliebte Sportgaststätte in Franken braucht bald einen neuen Pächter, der bisherige griechische Wirt geht. Viele Stammgäste hat die Nachricht schwer getroffen.
Bei vielen Fans von griechischem Essen im Kreis Erlangen-Höchstadt hat die Nachricht für Entsetzen gesorgt: Die Heimkantine, die Sportgaststätte des 1. FC Herzogenaurach, verliert zum Jahreswechsel ihren aktuellen Wirt. Georgios Kaloidis, der das Lokal fast vier Jahre lang geführt hat, hört auf. Das teilte er in einem Social-Media-Post der Heimkantine vom 9. Oktober 2026 mit.
Für viele Gäste kommt die Nachricht überraschend, die Reaktionen im Netz fallen entsprechend emotional aus. Kaloidis erklärt gegenüber inFranken.de, wie es nun für ihn weitergeht.
Heimkantine Herzogenaurach braucht neuen Pächter: Wirt "für immer dankbar"
Zum 31. Dezember 2026 ende seine Zeit als Pächter der Heimkantine beim 1. FC Herzogenaurach, schreibt Kaloidis in seinem Post. Im Dezember 2022 habe er das Lokal übernommen und damit seinen ersten Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Zuvor war öffentlich geworden, dass der Verein einen neuen Pächter sucht.
Laut einem Aufruf des 1. FC Herzogenaurach vom 8. Oktober 2026 soll der neue Pächter ab dem 1. Januar 2027 übernehmen. Die Sportgaststätte biete einen Gastraum mit 80 Sitzplätzen, einen Nebenraum mit 40 Sitzplätzen und einen Biergarten mit 100 Sitzplätzen samt Spielplatz. Dazu kämen eine voll ausgestattete Gastroküche mit Kühlhaus und Lagerflächen sowie ausreichend Parkplätze, heißt es in dem Aufruf. Besichtigungstermine gebe es auf Anfrage.
Kaloidis bedankt sich in seinem Post beim damaligen Vorstand des Vereins. Dieser habe ihm eine Chance gegeben, obwohl er zu dieser Zeit kaum Deutsch gesprochen habe. "Dafür werde ich euch immer dankbar sein", schreibt der Wirt.
Griechische Buffets und Feiern bis 5 Uhr morgens: Emotionaler Rückblick
In seinem Post blickt Kaloidis auf Hochzeiten, Taufen, Geburtstage, Familienfeiern, Partys, Weiberfasching, Live-Musik und Caterings zurück. Nicht selten hätten er und sein Team bis 5 Uhr morgens gearbeitet und mit den Gästen gefeiert. Schon um 9 Uhr hätten sie wieder in der Heimkantine gestanden, um aufzuräumen und alles für die nächsten Gäste vorzubereiten.
Ein fester Bestandteil des Lokals seien die griechischen Buffets geworden, schreibt der Wirt. Was als einfache Idee begonnen habe, habe immer mehr Menschen angelockt, nicht nur aus Herzogenaurach, sondern auch aus den umliegenden Dörfern und der gesamten Region.