Der Heilige Geist als App oder Navi - das ist die Sprache, die Jugendliche verstehen. Erzbischof Ludwig Schick zog diese Vergleiche bei der Firmung in der Stadtpfarrkirche Sankt Georg. Ein wichtiger Tag für die 67 jungen Menschen aus Höchstadt, Gremsdorf und Sterpersdorf, die das Sakrament der Firmung empfingen. Sie erreichten damit die "Volljährigkeit" als Christen in der Kirche, wie Dekan Kilian Kemmer am Ende der Feier betonte.
Unter festlichen Orgelklängen, gespielt von Gabriel Konjaev, wurde der hohe Gast aus Bamberg in die Kirche geleitet. Dort hießen ihn die Firmlinge Jakob Lisch und Hanna Langer willkommen. Der Chor der Ritter-von-Spix-Mittelschule unter Leitung von Rektor Michael Ulbrich sang unter anderem "He's Got the Whole World in His Hands".

"Heute wird euch die App Heiliger Geist geschenkt", sagte Erzbischof Schick in seiner Predigt. Dazu ging er ins Kirchenschiff und suchte den Dialog mit den Firmlingen.


Was auf der Festplatte des Computers sei, müsse auf dem Bildschirm, dann könne man damit arbeiten. Um auf den Bildschirm zu kommen, müsse dieses große Geschenk jedoch immer wieder angeklickt werden. Das Mittel dazu sei das Gebet.


Der Link des Lebens

"Mit dieser App verlinken" könnten sich die Firmlinge auch, indem sie sonntags zum Gottesdienst gehen. Die Wartung, die der Computer hin und wieder benötige, seien Besinnung und Beichte. Sie wären wie der Tüv damit alles wieder funktioniere.

"Damit ihr auch immer verlinkt seid mit dem Heiligen Geist" empfahl Schick den Jugendlichen, sich an den Aktivitäten von Kirche und Pfarrei zu beteiligen.

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes - Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht - legte der Erzbischof den Jugendlichen als echte Helfer auf ihrem Lebensweg ans Herz. Wie ein Navi würden sie auf gute Wege zu einem glücklichen Leben führen.

Die Firmung solle dazu der Anfang sein. An die Paten, Eltern und Großeltern richtete sich der Erzbischof mit der Bitte, den jungen Menschen dabei zu helfen.

Nach dem Gottesdienst luden die Helfer des Seniorenkreises zu einer Agape ein. Sie hatten Rosen als Dankeschön für die Leiter der Firmgruppen dabei. Einen Anhänger mit Schutzengel schenkte Dekan Kemmer den jungen Menschen.