Mit dem neuen Jahr sei die bisher größte Wohngeldreform in Deutschland in Kraft getreten, wie die Stadt Erlangen erklärt. Mit den neuen Regelungen sollen Familien, Alleinerziehende und Rentnerinnen und Rentner zielgerichtet unterstützt werden, deren Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten für das Wohnen stemmen zu können. Um sich Leistungsansprüche von Anfang an zu sichern, ist es notwendig, noch bis Ende Januar einen Antrag zu stellen.

Auch wenn die Bearbeitung der Anträge noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, besteht dann ab dem Monat der Antragstellung ein Leistungsanspruch. Vor der Antragstellung sollte am besten über einen Wohngeldrechner geprüft werden, ob Ansprüche bestehen. Ein Rechner findet sich auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: www.bmwsb.bund.de.

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete (auch Untermieter oder Heimbewohner) einer Wohnung oder ein Zuschuss durch Aufbringung der Belastungen für selbst genutztes Wohneigentum. Durch die Erhöhung der CO2-Pauschale, der Heizkostenpauschale und durch die Anpassung der Bemessungsgrenzen sollen wesentlich mehr Menschen zielgerichtet unterstützt werden und mehr Haushalte die Möglichkeit haben, Wohngeld zu beziehen, deren Einkommen bislang zu hoch war.

Den Anspruch auf Wohngeld zu prüfen, lohnt sich insbesondere für Rentner, Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen, Familien und Alleinerziehende, deren Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten für das Wohnen stemmen zu können. Ebenso für Studierende und Auszubildende, die beispielsweise keinen Anspruch auf Bafög haben, und für Bezieher von Arbeitslosengeld I oder Kurzarbeitergeld kann das Wohngeld infrage kommen. Haushalte, die derzeit bereits Wohngeld erhalten, bekommen das reformierte Wohngeld im Rahmen des laufenden Bewilligungszeitraums automatisch ohne gesonderten Antrag.

Personen, die bereits sogenannte Transferleistungen erhalten, können kein Wohngeld beantragen. Dazu gehören beispielsweise Arbeitslosengeld II (jetzt Bürgergeld), Grundsicherung im Alter, Grundleistungen nach dem Asylbewerbergesetz oder Ausbildungsförderungshilfen oder weitere Formen der Sozialhilfe, bei denen die Förderung der Unterkunft bereits enthalten ist.