• Wasser wird teurer - fränkischer Versorger passt Preise an
  • Mittel- und Unterfranken besonders betroffen - dort liefert FWF
  • Rekord bei der Trinkwasserversorgung am 4. August 2022
  • Leitungswasser kostet ab 2024 mehr - das sind die Gründe

Die Preise für Leitungswasser werden ab 2024 steigen. Der fränkische Trinkwasserversorger "Fernwasserversorgung Franken" (FWF) kündigte seine Wasserpreiserhöhung mit den Worten "Versorgungssicherheit und Qualität haben ihren Preis" an. Das Leitungswasser wird demnach ab dem 1. Januar 2024 teurer.

Wasserpreiserhöhung bei fränkischem Versorger - so drastisch steigen die Kosten

Nachdem bereits verschiedene Supermärkte wie Aldi, Lidl und Co. zu Preiserhöhungen greifen mussten und auch die Gasumlage vielen Leuten zu schaffen machen wird, kündigte FWF, die "Fernwasserversorgung Franken", jüngst an, dass nun auch Trinkwasser deutlich teurer werden soll. Die FWF ist ein rein kommunaler Zweckverband und versorgt weite Teile Mittel- und Unterfrankens mit Trinkwasser.

Betroffen sind zum Beispiel Ansbach, Teile der Stadt Erlangen sowie weite Gebiete des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim oder Kitzingen. Dort werden sich auch die höheren Preise für Trinkwasser niederschlagen. Für die Tarifkunden im Verbandsgebiet erhöht sich ab 1. Januar 2024 der Arbeitspreis pro Kubikmeter auf 1,35 Euro - 15 Cent mehr als bisher.

Als Gründe nennt FWF unter anderem den Klimawandel und Wasserbedarf: Am 4. August verzeichnete die Fernwasserversorgung einen neuen Tagesrekord von mehr als 72 Millionen Liter Wasserabgabe. Dafür hätten vor allem die "hohen Lufttemperaturen, verbunden mit der lang andauernden Trockenheit" gesorgt. Aber auch die neue EU-Richtlinie, hoher Investitionsbedarf und die Inflation führen, so FWF, zu den Kostensteigerungen.

Fazit der FWF zum Trinkwasser - "Wasserstress und Wasserknappheit"

Zukünftig müsse sich die FWF auch "preispolitisch zukunftsorientiert ausrichten". Die "Auswirkungen des Klimawandels und andere steigende Anforderungen werden eine Veränderung des geltenden Wasserpreissystems erforderlich machen." Um den Spitzenbedarf vor allem in den Sommermonaten zu bedienen, müsse die Infrastruktur nun angepasst werden.

"Wasserstress und Wasserknappheit durch Klimawandel und vom Menschen verursachte Einflüsse aufs Rohwasser sind anspruchsvolle Aufgaben für die Zukunft", so FWF. Als vorausschauendes Unternehmen mache man sich dafür stark, diese Entwicklungen zu reduzieren.