• Welche Märkte ziehen die Preise an?
  • Was ändert sich noch?
  • Tipps: So kannst du bei deinem Einkauf trotzdem sparen

Viele Lebensmittel und Produkte werden in den Supermärkten und auch in den Discountern immer teurer. Was hat das jedoch für uns Verbraucher*innen für Konsequenzen und wie können wir auch während der Inflation noch Geld sparen?

Welche Märkte ziehen die Preise an?

Die Inflationsrate lag im Juni 2022 laut dem Statistischen Bundesamt bei +7,6 Prozent. Es kommt derzeit weiterhin zu Preisanstiegen für alle Energieprodukte aufgrund der aktuellen Kriegssituation. Zudem gibt es nach wie vor regelmäßige Lieferengpässe und unterbrochene Lieferketten und das immer noch zum Teil aufgrund der Corona-Pandemie. Dadurch erhöhen sich nicht nur die Preise in einem Bereich, sondern betreffen sowohl Energiekosten, Dienstleistungen als auch die Lebensmittel und Produkte in den Supermärkten.

Aldi Süd und Aldi Nord, Lidl, Rewe und der Netto Marken Discount, Edeka, Kaufland und Penny machen sich bereits jetzt für die Preisverhandlungen im Herbst bereit. Die großen Markenhersteller ziehen ihre Preise ordentlich an und das hat auch auf die Preise in den Supermarktregalen einen Einfluss. Insbesondere Getränkemarken wie Coca-Cola, Schokoladenhersteller wie Ritter Sport, aber auch Bier oder Ketchup sind davon besonders betroffen.

So sind Preiserhöhungen von fast 50 Prozent inzwischen gar nicht mehr so selten. Gerade Milchprodukte sind derzeit wieder gestiegen. Produkte wie Kondensmilch, Schlagsahne oder Schmand wurden beispielsweise bei Netto etwa 20 Cent teurer, bei den anderen Märkten fanden hier ähnliche Erhöhungen statt.

Was ändert sich noch?

Doch nicht nur die Milchprodukte erhöhen sich, auch die anderen Lebensmittelsparten werden immer teurer:

  • Speisefette und -öle steigen etwa um +43,1 Prozent an.
  • Fleisch und Wurstwaren erhöhen sich um +18,9 Prozent.
  • Brot und Getreideerzeugnisse kommen auf eine Erhöhung von +12,5 Prozent.

Doch nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern Europas wirst du beispielsweise im Urlaub in Zukunft erhöhte Preise vorfinden. Neben den Preissteigerungen kommt aber auch noch hinzu, dass die Preisverhandlungen zwischen den Märkten und den Markenherstellern immer schwieriger werden. So wird es auch vermehrt zu sogenannten "Auslistungen" in den Supermarktregalen kommen. Denn wenn sich beide Parteien nicht einigen können, kann es durchaus vorkommen, dass keine neuen Lieferungen einzelner Markenprodukte erfolgen werden. 

So werden in Zukunft in einigen Supermärkten bestimmte Marken für eine gewisse Zeit nicht mehr zu finden sein. Da viele Supermärkte zusammen gehören, also sogenannte Gruppen bilden, hat das also auch auf mehrere Märkte einen großen Einfluss. So gehören zum Beispiel Edeka und Netto zu einer Gruppe, aber auch Rewe und Penny. Gibt es also bestimmte Marken bei Edeka und Rewe nicht, ist dies auch automatisch bei Netto und Penny der Fall.

Tipps: So kannst du bei deinem Einkauf trotzdem sparen

Derzeit steigen die Preise weiterhin an, dennoch gibt es einige Tipps, die dir helfen können, weiterhin günstiger einzukaufen und Geld zu sparen:

  • Plane deine Einkäufe: Versuche, auf jeden Fall Spontan-Einkäufe zu vermeiden. Plane deine Gerichte für die Woche und schreibe genau auf, was und wie viel du wirklich brauchst. Dann ist auch ein gezielter Großeinkauf für die Woche absolut sinnvoll und du vermeidest unnötige Fahrerei.
  • Nimm dir Zeit: Schnell durch den Supermarkt zu rennen, spart vielleicht Zeit, in der Regel aber kein Geld. Gehe gezielt und aufmerksam durch die Regale und vergleiche die Preise genau. So wirst du ganz bewusst Preissteigerungen wahrnehmen und kannst darauf bei deinen Einkäufen reagieren.
  • Setze auf Angebote: Weiterhin ist natürlich der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Märkten groß. Daher gibt es auch immer wieder Preisaktionen und Sonderangebote. Nutze die wöchentlichen Prospekte und kaufe je nach Angeboten ein, dann kannst du nach wie vor bei vielen Produkten ordentlich sparen.

Beachtest du diese Tipps, wirst du schnell merken, dass du immer noch relativ günstig einkaufen kannst. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn so wird dein Geldbeutel geschont und du kannst auf die Preissteigerungen mit bewusstem Kaufverhalten reagieren.