Impfzentren im Kreis Erlangen-Höchstadt schränken Öffnungstage ein - Fast nur noch Zweitimpfungen möglich: Weil Impfstoff knapp ist, bekommen viele Impfzentren in Bayern weiterhin nur die Vakzine für die notwendigen Zweitimpfungen geliefert. Das Impfzentrum Erlangen/Erlangen-Höchstadt könne mit seinen Außenstellen in Herzogenaurach, Höchstadt und Eckental sowie seinen mobilen Teams in der kommenden Woche (7. bis 13.06.2021) daher nur rund 3.000 Impfungen durchführen. heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt. 

In der kommenden Woche werde das Impfzentrum in der Sedanstraße in Erlangen daher lediglich an drei Tagen geöffnet sein, um die anstehenden Zweitimpfungen durchzuführen. Die Außenstellen würden jeweils an zwei Tagen geöffnet. "Die Tatsache, dass nun in der dritten Woche in Folge der Schwerpunkt der Impfzentren auf der Durchführung der Zweitimpfungen liegt, hat zur Folge, dass der Fortschritt innerhalb der Prioritätsgruppe 3 (Impfungen mit erhöhter Priorität) weiter stagniert", kritisiert die Behörde. 

Landkreis Erlangen-Höchstadt: "Unbefriedigende Impfsituation" - 20.000 Menschen aus Prioritätsgruppe 3 warten auf Impfung 

Dieser Prioritätsgruppe sind, so die Corona-Impfverordnung, Menschen zwischen 60 und 70 Jahren zugeordnet, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und zahlreiche Berufsgruppen. Und die Warteliste ist gleichzeitig extrem lang: Beim Impfzentrum Erlangen/Erlangen-Höchstadt warten laut Landratsamt derzeit rund 20.000 Personen aus dieser Gruppe auf einen Termin.

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"Trotz der unbefriedigenden Impfstoffsituation stehen die Stadt Erlangen und der Landkreis Erlangen-Höchstadt hinsichtlich der Impfquote vergleichsweise gut da", bilanziert das Landratsamt. Dies liege neben der hohen Impfquote des von der Stadt Erlangen betriebenen Impfzentrums auch an der "Dichte und Leistungsfähigkeit der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie an der intensiven Mitwirkung der Kliniken am Prozess".

Vor allem die Uniklinik Erlangen habe aufgrund ihrer Größe und Bedeutung für die medizinische Versorgung in Nordbayern extra Impfstoff erhalten. In Erlangen und im Landkreis haben aktuell über 47 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine erste Impfung erhalten, mehr als 22 Prozent davon sind mit zwei Impfungen vollständig geschützt.

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