Zum 14. Mal hatte der Arbeitskreis Musiggfabrigg in Höchstadt zur Rocknacht geladen, allerdings nicht an einem Samstag wie in den Vorjahren, sondern unter der Woche. Dies lag daran, dass Heiligabend und Silvester in diesem Jahr auf einen Samstag fallen. Letztendlich entschied man sich für den Dienstag direkt nach den Weihnachtsfeiertagen. "Die Leute sind froh, dass sie raus können", erklärte Markus Moises, Vorsitzender des Arbeitskreises Musiggfabrigg.
Der Termin unter der Woche schreckte die Höchstadter nicht ab. Weit über 200 Musikfreunde fanden sich in der Fortuna Kulturfabrik ein, um die Bands ATM, Fight Club und React live sehen zu können. Während ATM Cover- und eigene Songs aus dem Bluesbereich spielt, befasst sich die Band Fight Club eher mit Rock und Metal. Zum Abschluss des Abends spielte anschließend noch React, die sich auf Rock-Pop spezialisiert hat. Drei sehr unterschiedliche Bands, die dem Höchstadter Publikum am Dienstagabend aber gut gefallen haben. Junge und ältere Besucher tanzten in ausgelassener Stimmung.
Das vergangene Jahr sei laut Moises aber über die Belastungsgrenzen hinausgegangen. Zwar habe die Musiggfabrigg mittlerweile zwischen 50 und 80 Mitglieder, bei einer größeren Aktion waren es aber meist nur rund zehn Ehrenamtliche, die mithalfen. "Fünf Veranstaltungen sind über der Schmerzgrenze", erklärt Moises weiter.
Die Musiggfabrigg leitete dieses Jahr neben der Frühlings- und Winterrocknacht auch den Samstagabend auf dem Kellerfest des Kellerbergvereins. Ein Auftritt auf dem Altstadtfest in Höchstadt stand 2016 ebenso auf dem Programm wie der interkulturelle Frühschoppen "Falafel meets Weißwurst" mit den Höchstadter Flüchtlingen. "Wir würden gerne mehr machen, können wir aber nicht", so Markus Moises.
Genau deshalb versucht die Musiggfabrigg, die Jugend zu stärken. Die "Youngstars" sind für alle jungen Leute da, die Spaß an der Musik haben. Vor allem aber wurde das Projekt ins Leben gerufen, da man Jugendlichen ermöglichen möchte, selbst Bühnenerfahrung zu sammeln und in Kontakt mit anderen Musikern zu treten. "Umso mehr junge Leute Bock haben, umso mehr kann daraus werden", sagt Moises.


Proberaum gesucht

Wer sich anmelden möchte, kann auf der Internetseite der Musiggfabrigg www.musiggfabrigg.de ein entsprechendes Formular ausfüllen. Zwar proben die Musiker aktuell noch in der Fortuna Kulturfabrik, man sucht laut Moises aber schon nach einem geeigneten Proberaum, da man so ein ständiges Auf- und Abbauen der Instrumente verhindern möchte.