Während fast zeitgleich in Pommersfelden ein Kammerkonzert mit Werken von Franz Schubert, Franz Berwald, Joseph Haydn und Sergei Rachmaninow die Zuhörer in ihren Bann zog, waren die Musiker mit ihrem Dirigenten Dankwart Schmidt nach Herzogenaurach gekommen. In der Evangelischen Kirche boten sie mit der Unterstützung von Gerald Fink an der Orgel ein abwechslungsreiches Konzert.


Internationale Sommerakademie

In Pommersfelden findet die 59. Internationale Sommerakademie unter der Schirmherrschaft der Hausherren, Gräfin und Graf von Schönborn statt. Mit Dozenten wie Alexei Dombrowski aus Weißrußland, Prof. Jozef Podhoransky und Prof. Luis Fernando Pérez und jungen Solisten wie Juan Pérez Floristan und den Dirigenten Sándor Károlyi.
Pommersfelden ist in diesen Tagen unbestritten das musikalische Zentrum der Region.
Die Musiker konzertieren aber auch in der näheren und weiteren Umgebung, so stand etwa ein "Ausflugskonzerte" in Markt Einersheim auf dem Programm.
Dass ein Konzert in Herzogenaurach stattfindet, ist Fink zu verdanken, der im vergangenen Jahr in Pommersfelden dabei war und auch in diesem Jahr wieder als Orgelsolist wirkt. Da lag es für ihn nahe, eine Formation von Musikern auch nach Herzogenaurach zu holen. Das Konzert wird nochmals am Sonntag in der Kirche St. Antonius Abbas in Sambach gegeben.

Das Programm, das für ein Streicherorchester und drei Hörner sowie Orgel abgestimmt ist, konnte Fink gemeinsam mit Dankwart Schmidt zusammenstellen. Lediglich bei einem Stück von Georg Friedrich Händel kamen zwei Oboen mit den Streichern zum Einsatz.

Den Auftakt machte der Einzug der Königin von Saba aus dem Oratorium Solomon von Georg Friedrich Händel, von dem auch das Orgelkonzert op. 7 Nr. 1 B-Dur stammt. Von Johann Sebastian Bach erklang an der Orgel Toccata und Fuge F-Dur, von Felix Mendelsson Bartholdy die Streichersymphonie Nr. 1 und von Robert Schumann die Fuge über B-A-C-H.


Konzert von Josef Gabriel Rheinberger

Da Fink ein großer Rheinberger-Fan ist, war es ihm ein großes Anliegen, das Konzert für Orgel und Orchester F-Dur von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) in das Programm mit aufzunehmen.
Natürlich hat die Kirche St. Antonius Abbas in Sambach den Vorteil einer neu erstellten Kögler-Orgel aus St. Florian, die Musiker finden ebenfalls ihren Platz auf der Empore.
Für Fink hat die Kirche in Herzogenaurach aber den Vorteil, dass sich die Musiker lockerer aufstellen können.
Den Zuhörern hat es auf jeden Fall gefallen, wie ihr Applaus bewies. Für den einen oder anderen vielleicht ein Anreiz sich das Programm in Pommersfelden genauer anzusehen und vielleicht einen musikalischen Abstecher dorthin zu machen.