Der 1975 erbaute Kindergarten St. Kunigund ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Da aber eine Generalsanierung als unwirtschaftlich eingestuft wurde, haben sich die Gemeinde Eckental und der Träger, die katholische Kirchenstiftung Stöckach-Forth Kreuzerhöhung, für einen Ersatzneubau geeinigt. Das heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

„Nach langen aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der katholischen Kirche haben wir nun eine für alle Beteiligten gute Vereinbarung über den Neubau des katholischen Kindergartens in Brand geschlossen. Zudem kann das Angebot an Krippenplätzen in Eckental durch den Neubau um 30 Plätze erweitert werden“, erklärt Eckentals Bürgermeisterin Ilse Dölle erfreut.

Bei der Unterzeichnung der Verträge bedankte sich das Gemeindeoberhaupt bei Pfarrer Hornung, dem Kirchenvorstand und den beratenden Gremien des Erzbistums Bamberg für die ausdauernde und zu jeder Zeit lösungsorientierte Zusammenarbeit. „Zum Wohle der Kinder und im Sinne der Eltern und des Personals haben wir eine gemeinsame gute Lösung gefunden. Die Planung des Neubaus wird nun von Seiten der Gemeinde vorangetrieben“, fügt Dölle an.

Pfarrer Andreas Hornung zeigt sich erleichtert: „Ich bin froh, dass wir zu einem guten Ergebnis gekommen sind. Davon profitieren Kinder und Eltern, aber eben auch Gemeinde und Kirchengemeinde.“

Bedarf steigt auch in Brand

Mit dem Neubau bietet nun der katholische Kindergarten St. Kunigund, neben zwei Kindergartengruppen und neu zusätzlich zwei Krippengruppen, also insgesamt Betreuungsplätze für 84 Kinder unter sechs Jahren, an.

Im gesamten Gemeindegebiet stellt somit der Markt dann knapp 200 Krippen- und 550 Kindergartenplätze in 12 Kindergärten, die von kirchlichen und freien Trägern geleitet werden, für seine Familien zur Verfügung.

Planungen und Kosten für das neue Gebäude in Brand

Die Planungen übernimmt das versierte Architekturbüro "Graf Architekten GmbH" aus Burgthann. Das moderne zweigeschossige Gebäude ist neben einer Lüftungsanlage und einer Photovoltaikanlage natürlich auch mit einem Aufzug ausgestattet. Baubeginn ist voraussichtlich Oktober 2021 und wird ca. eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Bis dahin kann der Kindergartenbetrieb im jetzigen Gebäude aufrechterhalten werden. Danach wird das alte Gebäude abgerissen und ein moderner gemeinsamer Zugang mit dem benachbarten evangelischen Kindergarten erstellt.

Die Baukosten belaufen sich derzeit auf rund 3,7 Millionen Euro. Die voraussichtlichen staatlichen Zuschüsse werden mit rund 1,9 Millionen Euro angesetzt. Die Kirchenstiftung St. Kunigund beteiligt sich mit 220 000 Euro und stellt über einen Erbbaurechtsvertrag auch ihr bisheriges Grundstück für den Neubau bzw. die Außenflächen zur Verfügung. Der Neubau wird somit zum Teil auf dem gemeindlichen und dem kirchlichen Grundstück errichtet. Die Gemeinde übernimmt die komplette Finanzierung, Planung und die Bauabwicklung.