45 Sternsinger im Alter vonsieben bis 20 Jahren machten sich an Dreikönig auf den Weg, um für Kinder in Not zu sammeln. Die bundesweite Aktion des Dreikönigssingens ist seit 1959 bekannt.

Das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" sowie der Bund der Deutschen katholischen Jugend unterstützen rund 2000 Projekte und Entwicklungsprogramme in ärmeren Ländern. In diesem Jahr werden die Sammlungsgelder schwerpunktmäßig nach Bolivien gehen.

Bereits um 8 Uhr morgens trafen die ersten Sternsinger in der Filialkirche Maria Königin ein. Königlich gewandet und gekrönt oder mit Turban und dunkler Hautfarbe zogen die Mädchen und Buben dann mit Pfarrer Jacob Kurasserry und Diakon Klaus Frank feierlich in das Gotteshaus ein.

"Jesus ist der Weg", brachte Diakon Klaus Frank seine Gedanken zum Dreikönigsfest auf den Punkt.
"Wer sich an Jesus hält, ist auf dem richtigen Weg", erläuterte der Diakon seinen Vergleich zum modernen Navigationsgerät.

Pfarrer Jacob Kurasserry segnete die Sternsinger und deren Utensilien für diesen Tag. Herzlich dankte er den Kindern und Jugendlichen für die überaus große Teilnahme an der Aktion: "Das ist nicht selbstverständlich, und ich habe großen Respekt für euch und für diesen Einsatz."

Damit griff er zugleich das diesjährige Motto "Respekt für dich, Respekt für mich, für andere - in Bolivien und weltweit" der Aktion auf. Er wünschte den jungen Menschen auf dem Weg durch die Gemeinde, dass sie überall gut aufgenommen werden und am Abend die Aktion mit einem guten Gefühl abschließen können. Dankbar zeigte er sich auch für den ökumenischen Anteil des Festes, das am Abend im evangelischen Gemeindehaus von Hemhofen ausklingen konnte.

Dank der vielen Sternsinger konnten elf Gruppen gebildet werden, sodass es möglich war, an jeder Haustür in der Gemeinde zu klingeln. Insgesamt konnten die Sternsinger 5650 Euro für das Kindermissionswerk sammeln und sich viele Leckereien zur persönlichen Stärkung einpacken lassen.

Traditionell teilen die Gruppen die schmackhaften Gaben im Anschluss unter sich auf. Bisher wurde jeweils ein Anteil an die Höchstädter Tafel gespendet. In diesem Jahr soll auch ein Teil an die Flüchtlinge in Hemhofen gehen.


Respekt vor der Jugend

Mit einem großen Dankeschön von Barbara Zips sowie von Adam Hasenberger wurde den jungen "Sterndeutern" Respekt für ihren Einsatz gezollt. "Ihr seid toll", sagte Barbara Zips und ergänzte: "Was ihr macht, das macht ihr richtig!"

Adam Hasenberger überbrachte noch einmal herzliche Grüße sowie ein großes Dankeschön von Pfarrer Jacob, der sich schon auf dem Weg nach Indien war.

Und der leitende Oberministrant Alexander Zips dankte auf besondere Weise: "Ihr habt das ganz großartig gemacht, aber auch für die Helfer im Hintergrund bedarf es eines großen Dankeschöns." Prompt zückte er eine frisch gedruckte Karte mit Gruppenfoto und eine leckeren Süßigkeit.