Keine Frage, Jens Beland würde den Förderantrag des Programms "Digitalbonus Bayern" ohne Wenn und Aber sofort wieder ausfüllen. Mit einem Schmunzeln berichtet der Geschäftsführer des gleichnamigen Maler- und Putzbetriebs aus Großheirath: "Ich habe noch nie an einem halben Tag 16 400 Euro verdient."
Exakt diese Summe wurde dem Unternehmen im Zuge des Programms "Digitalbonus Bayern" zugesprochen. Ein Förderprogramm, das sich direkt an kleinere und mittlere Unternehmen im Freistaat richtet und für das in den kommenden vier Jahren 80 Millionen Euro zur Verfügung stehen (siehe Infokasten). "Ich rate jedem der dafür infrage kommenden Unternehmen, sich damit zu befassen", sagt Beland, der kürzlich als einer von acht oberfränkischen Unternehmern einen positiver Förderbescheid erhielt.


Ein Geschenk des Himmels

Mitte Oktober 2016 hatte Beland im Rahmen eines Vortrags eher beiläufig von dem Förderprogramm erfahren. Weil der alte Firmenserver heillos überlastet war, kam das Programm "wie ein Geschenk des Himmels".
In Zusammenarbeit mit einem IT-Unternehmen stellte der Geschäftsführer zwei Anträge. Zum einen sollte ein neues IT-Sicherheitssystem vor Angriffen von außen schützen, zum anderen das bereits installierte Arbeiten mit dem digitalen Aufmaß, also die digitale Weiterverarbeitung von Messdaten über Endgeräte, optimiert werden. "Beides hätten wir sowieso irgendwann in Angriff nehmen müssen. Dass dabei eine Förderung möglich war, ist natürlich optimal."

Ähnlich die Situation bei der Gruber Polstermöbel GmbH in Sonnefeld. Hier wird mit Hilfe des positiven Förderbescheids in naher Zukunft ein neue App installiert, die eine standardisierte Datenübertragung zwischen Hersteller und Kunde garantiert. "Diese digitale Umwandlung der Daten wird ohnehin vom Markt gefordert. Wir hätten das bald umsetzen müssen", sagt Geschäftsführer Dieter Wolf, der ebenfalls eher zufällig vom "Digitalbonus Bayern" erfuhr. "Ich denke, dass mehr Firmen die Förderung beantragen werden, wenn sich das herumspricht. Viele wissen davon noch gar nichts." Auch wenn die Vorarbeit nicht ohne sei, spräche das Ergebnis für sich. "Das hat sich für uns gelohnt."


Investition in die Sicherheit

Das unterstreicht auch Marcel Altenfelder. "Für das Programm kann man nur werben. Ich werde es weiterempfehlen", sagt der Geschäftsführende Gesellschafter des Sporthauses Wohlleben in Dörfles-Esbach. Auch Altenfelder hatte im Herbst des Vorjahres von dem Programm erfahren. Jetzt investiert man mit Hilfe des Fördergeldes in die Sicherheit. "Wir haben zuletzt viel im Digitalen angestoßen, das Thema Sicherheit aber etwas vernachlässigt. Das soll sich jetzt ändern", sagt Altenfelder, der, wie die Firma Beland, neben der Standardförderung auch gerne noch einen Zuschuss beim Programm "Digitalbonus Plus" einstreichen würde. "Ich denke, darauf werden wir uns auch noch bewerben."