Die Wohnbau GmbH Coburg kümmert sich um eine sozial verantwortbare Wohnungsversorgung in Coburg. Auf diese Zweckbestimmung wies Wohnbau-Geschäftsführer Christian Meyer in seinem Vortrag bei der Mitgliederversammlung des CSU-Ortsverbandes Coburg Mitte hin.

Es wurden in seinen Worten auch einige Akzentverschiebungen deutlich: 3125 Wohneinheiten hält das kommunale Unternehmen vor, 856 dieser Wohnungen seien preisgebunden. Die Wohnbau an sich mache keine Politik, sie setze die Vorgaben der Politik um, das machte der Wohnbauchef klar.

Dabei gelte es auch, in schwierigen Zeiten zu investieren. Denn: "Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Städten", sagte Meyer.
"Die Politik hat Entscheidungen getroffen, die Coburg vorangebracht haben."

Ein Schwerpunkt der künftigen Stadtentwicklung sei das Gelände rund um den ehemaligen Güterbahnhof, und zusätzlich stehe das Gebiet Steinweg/Hauptpost im Fokus, das Sanierungsgebiet II/VII. Die Sanierung in diesem Bereich stehe in den Startlöchern. Am 21. Mai wolle die Wohnbau in ihrer Rolle als Stadtentwicklungsgesellschaft Gutachten, Maßnahmen und weitere Vorhaben in diesem Sanierungsgebiet vorstellen.

Optimismus schöpft Christian Meyer aus der Sanierung der Ketschenvorstadt. 67 neue Wohnungen seien dort entstanden, 44 davon befänden sich im Eigentum der Wohnbau, 23 seien durch private Investoren entstanden. Jede dritte Wohnung dort werde barrierefrei sein. Dies sei zwar nicht wirtschaftlich lukrativ, müsse aber sein, so die deutlichen Worte.

Meyer und der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach wollen private Investoren bei der Schaffung einer attraktiven Innenstadt mit einbeziehen. Er wies darauf hin, dass 20 Prozent der Baukosten und noch einmal 16 Prozent der Baunebenkosten gefördert werden könnten. Michelbach erinnerte an die Abschreibungsmöglichkeiten im Rahmen des Steuerrechts. Neben alledem brauche es im Coburger Stadtzentrum Lösungen für den ruhenden Verkehr. Meyer erinnerte, dass in Parkhäusern getestet werde, wie die Möglichkeit einer Stunde Gratisparken angenommen werde. Es würden neue Parktarife für Anwohner und Innenstadtbesucher angedacht. Thomas Bittorf, Vorsitzender der CSU Coburg Mitte, freute sich, dass die CSU - samt der darin integrierten Jungen Coburger - mit zwölf Mitglieder die stärkste Fraktion im Stadtrat sei. Er plädierte für einen Sparkurs in der Haushaltspolitik. Er stellte auch heraus, dass das Landestheater auf jeden Fall als Dreispartenhaus erhalten bleiben müsse.

Außerdem feierte Günther Kammerscheid sein Diamantjubiläum (60 Jahre), 40 Jahre sind es bei Hans Michelbach. Seit 35 Jahren ist Helga Hemmerich dabei, 15 Jahre sind es bei Friederike Werobel und Marc Baumann. Zehn Jahre dabei sind Jasmin Franz, Ragida Deeb, Sonja Amstein, Maximilian Stoschek, Claus Glodschei, Peer Henrik Medau, Kerolain Frind und Hans-Dieter Betke.