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Coburg
Kriminalität

Vorsicht Telefon-Falle: Oberfränkische Sparkasse warnt vor neuer Betrugsmasche

Die Sparkasse warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Anrufer geben sich als Mitarbeiter aus, um auszukundschaften, wie wohlhabend ihr Opfer ist.
 
Vorsicht ist geboten, wenn Anrufer am Telefon nach persönlichen Daten fragen. Sparkassen- oder Bankmitarbeiter tun das niemals, betont die Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Julian Stratenschulte/dpa
Vorsicht ist geboten, wenn Anrufer am Telefon nach persönlichen Daten fragen. Sparkassen- oder Bankmitarbeiter tun das niemals, betont die Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Julian Stratenschulte/dpa

Immer wieder bringen Betrüger rechtschaffene Bürger auf hinterhältige Art und Weise um deren Erspartes - dabei scheint der Einfallsreichtum der Betrüger keine Grenzen zu kennen. Aktuell warnt die Sparkasse Coburg-Lichtenfels die Öffentlichkeit vor einer neuen Betrugsmasche. Besonders perfide: Die Betrüger geben sich am Telefon als Sparkassen-Mitarbeiter aus und versuchen zunächst herauszufinden, ob das Opfer wohlhabend ist und sich ein Betrug lohnen würde.

Die Sparkasse weist ausdrücklich darauf hin, dass ihre Mitarbeiter keine derartigen Anrufe tätigen und auch Christian Wollinger, Fachberater der Coburger Kriminalpolizei, warnt: "Sparkassen und Banken werden niemals am Telefon persönliche Daten abfragen! Außerdem gehen den Bankmitarbeiter PIN und TAN nichts an!"

Telefonbetrug: Anrufer geben sich als Mitarbeiter einer Bank aus

Die Vorgehensweise ähnele dem sogenannten Enkeltrick oder der Betrugsmasche mit falschen Polizeibeamten, die in den vergangenen Wochen in Franken für Aufsehen sorgte. Der Fokus der Betrüger liege insbesondere auf älteren Menschen, so Stefan Schneyer von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels.

Die Anrufer geben sich am Telefon als Mitarbeiter der Bank beziehungsweise Sparkasse aus. Dass im Telefon-Display die zentrale Rufnummer des Geldinstituts eingeblendet ist, soll die Glaubwürdigkeit des Anrufers unterstützen. Wie die Sparkasse berichtet, agierten die Anrufer überwiegend aus Callcentern aus dem Ausland, beispielsweise aus der Türkei. Dadurch könnten die Betrüger jede Rufnummer - so auch die Rufnummer 110 der Polizei in einer anderen Betrugsmasche - einblenden.

Im Telefonat mit dem Kunden sollen dann vermeintlich betrügerisch auffällige Überweisungen, etwa nach Osteuropa, verifiziert werden. Dabei erfragen die Anrufer unter anderem die Kontosalden ihrer Opfer, um die Höhe des möglichen Betrugspotenzials festzustellen.

Immer selbst wählen

Kritischen Kunden bieten die Anrufer eine Rückfrage bei der kontoführenden Bank an. Allerdings werde im Rahmen der Betrugsmasche dabei an eine eingeweihte Person verbunden, die sich ebenfalls als falscher Bank- beziehungsweise Sparkassenmitarbeiter ausgebe, heißt es in der Mitteilung. Deshalb gilt: Immer selbst wählen und nicht die Rückruffunktion nutzen.

Ziel der Betrugsmasche sei letztlich, das Überraschungsmoment zu nutzen und wohlhabende Kunden zu unüberlegten Handlungen zu verführen. In diesem Zusammenhang werde zum Beispiel der Eindruck vermittelt, dass Mitarbeiter der Bank in betrügerische Handlungen verwickelt und daher Vermögenswerte in Gefahr seien. Bei der Übergabe an einen Boten, etwa an falsche Polizeibeamte, soll das Geld schließlich ergaunert werden.

uso

Neuer Trick von Telefonbetrügern: Das raten Sparkasse und Polizei

  • Kritisch bleiben: Seien Sie grundsätzlich kritisch gegenüber Anrufern, die Sie nicht kennen.
  • Auflegen: Geben Sie keine Auskunft zu persönlichen Daten am Telefon. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
  • Kontakt: Ziehen Sie nahe stehende Personen ins Vertrauen. Nehmen Sie Kontakt zum bekannten Ansprechpartner in Ihrer Sparkasse/Bank auf.
  • Polizei: Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre
    örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie hierfür nicht die Rückruffunktion.
  • Recherchieren Sie die Vorgehensweisen von Betrügern im Internet.
  • Übergabe: Sie sollten niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben.