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Coburg
Stadtrat

Vorplatz wird schön, aber teurer

Für die Umbaumaßnahmen rund um die Reithalle muss die Stadt tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat bewilligte die Mehrkosten von 377000 Euro. Kommunale Wohnraumförderung wird verlängert und gedeckelt.
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Rund um die Reithalle wurde bereits helles Pflaster verlegt. Foto: Uli Nauer
Rund um die Reithalle wurde bereits helles Pflaster verlegt. Foto: Uli Nauer

Für die Umgestaltung des Platzes zwischen Reithalle, Studentenwohnheim, Marstall und Arkaden brauchte es bisher vor allem eines: Geduld. Mehrere Male mussten die Pläne geändert, Termine verschoben werden, doch jetzt nimmt der Platz langsam Konturen an. Allerdings, so musste Ullrich Pfuhlmann von der Coburger Wohnungsbaugesellschaft (WSCO) dem Stadtrat am Donnerstag mitteilen, wird die Maßnahme noch einmal teurer - um genau 377000 Euro.

Die Kostensteigerung kommt unter anderem durch Altlastenentsorgung, die Verlängerung der Bauzeit und daraus resultierende Mehrkosten bei den Honoraren sowie durch die Sanierung der historischen Natursteintreppe zustande. Erdarbeiten für den Kanalbau schlagen dabei mit knapp 65000 Euro zu Buche. Die Gesamtkosten steigen damit auf rund 2,6 Millionen Euro.

"Diese Mehrkosten begleiten uns bei allen Baumaßnahmen in den letzten Jahren", erklärte Pfuhlmann. Auf dem Bausektor herrscht Hochkonjunktur, die Entsorgung des Erdaushubs werde von Jahr zu Jahr komplexer. "Wir karren das Zeug oft weit durch die Republik, um es loszuwerden."

377000 Euro mehr, das sei heftig, das wolle er gar nicht abstreiten, so Pfuhlmann. "Das einzig Positive: Es wird sehr schön! Das macht die Mehrkosten nicht wett, aber man hat ein gutes Gefühl dabei."

Bedanken wollte sich Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) an dieser Stelle vorsichtshalber nicht, wie er scherzte, aber die folgende Bewilligung der Mehrkosten fiel einstimmig aus. Die Wettiner Anlage wäre eigentlich auch Teil der Baumaßnahme. Sie wurde aber zunächst zurückgestellt, weil sie während der Sanierung des Landestheaters als Baustellenzufahrt dienen wird.

Deckelung erwünscht

Mit Hilfe der Kommunalen Wohnraumförderung hat die WSCO seit 2016 bis heute acht private Sanierungsmaßnahmen in den Coburger Sanierungsgebieten unterstützt. Damit konnten bisher leerstehende, innenstadtnahe Flächen wieder in Wohnraum verwandelt werden.

Wegen der positiven Resonanz wurde das Programm 2018 bis Ende 2020 verlängert. Aktuell liegen dem Sanierungsträger acht weitere Anträge auf finanzielle Unterstützung im Rahmen des Kommunalen Förderprogramms vor.

"Anfangs ist es etwas zäh angelaufen, aber jetzt läuft es sehr gut", berichtete Ullrich Pfuhlmann. Das spreche für die Fortführung des Förderprogrammes um weitere drei Jahre.

Das Jahresbudget betrage 500000 Euro. "Aber wir haben Baumaßnahmen, die allein schon ein Drittel des Jahresbudgets beanspruchen", so Pfuhlmann. Deshalb sei eine Deckelung pro gefördertem Projekt von 200000 Euro sinnvoll. Zusätzlich solle das Geld zugunsten der Planungssicherheit auf zwei Haushaltsjahre ausgezahlt werden. Der Stadtrat stimmte geschlossen dafür.