"Wir wissen nie, wie viele kommen", hatte Frank Klauss, Pressesprecher des Coburger Convents (CC) im Vorfeld gesagt. Zum einen habe der Verkehr am Freitagnachmittag viele aufgehalten - etliche Bundesbrüder (wie sich die Mitglieder selbst nennen) seien erst nach Mitternacht eingetroffen.

Außerdem hat nicht längst jeder Interesse am Konvent, einer Tagung, bei der sich der Verband (ein Zusammenschluss von über 100 studentischen Landsmannschaften und Turnerschaften) mit sich selbst befasst. Aber den Festkommers am Montagabend wollen sich die wenigsten entgehen lassen. Als das der Hinweis erklang "bitte Plätze einnehmen", war schon fast kein freier Fleck mehr auf den Bänken zu finden.

Lediglich die erste Reihe der beiden Blöcke links und rechts des Mittelgangs war frei. Die Bierkrüge standen schon bereit. Auf diese Plätze wurden die Chargierten der Verbindungen dirigiert, die unter Marschmusik feierlich ins Zelt einzogen.

Bis etwa 22 Uhr dauert der Kommers. Es werden Studentenlieder gesungen, ein Mitglied der Präsidierenden hält eine Ansprache, die in der Regel die Werte und Traditionen des CC beschwört. Dazu gehören Toleranz, Freundschaft und Weltoffenheit. Anschließend formieren sich die Teilnehmer zum Fackelzug, der an den Coburger Marktplatz zieht zur abschließenden Feierstunde.