Der Abschied war eigentlich beschlossene Sache. Ende Januar hat der traditionsreiche Veste-Verlag sein Ladengeschäft in der Steingasse wie zuvor angekündigt geschlossen. Doch jetzt vollzieht Inhaberin Elfi Roßteutscher eine Kehrtwende. "Das Geschäft des Veste-Verlags bleibt erhalten!", verspricht ein Zettel an der noch geschlossenen Eingangstür.

Die geplante Wiedereröffnung ist allerdings mit einer Einschränkung verbunden. "Durchgehende Öffnungszeiten wird es nicht mehr geben", erklärt Elfi Roßteutscher. Künftig will sie ihr Geschäft jeweils von Donnerstag bis Samstag öffnen. Zudem soll in der Woche vor Ostern und in der Vorweihnachtszeit bis Ende Januar durchgängig geöffnet sein.

Längere Öffnungszeiten jedoch würden sich künftig nicht mehr lohnen, meint Roßteutscher: "Wir leben im digitalen Zeitalter." Die Konsequenz aus ihrer Sicht: Das Geschäft mit Postkarten und ähnlichen Artikeln funktioniert heute längst nicht mehr in dem Umfang wie früher. Das zeigen ihre Erfahrungen beispielsweise auch zu Pfingsten.

Wann genau das Ladengeschäft schräg gegenüber der Ehrenburg wiedereröffnet wird, steht noch nicht fest. Denn zunächst muss noch der Umzug des Veste-Verlags mit allen Druck- und weiteren Maschinen über die Bühne gebracht werden. Der Hintergrund: Im Herbst hatte der bislang ebenfalls im historischen Gebäude in der Steingasse untergebrachte Verlag durch ein Unwetter einen gravierenden Wasserschaden erlitten.

Inzwischen hat Elfi Roßteutscher ein neues Domizil für den Verlag in Ahorn gefunden. Der Verlag mit seinen Produkten sei schließlich Voraussetzung, um das Ladengeschäft in der Steingasse weiterhin betreiben zu können, sagt Elfi Roßteutscher. Coburgensia stehen im Zentrum der Produktpalette des Veste-Verlags - von Büchern über Foto- und andere Kalender bis zu Ansichtskarten, Geschenkpapieren und Souvenirs.