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Coburg
Kommunalwahl

Stichwahl in Coburg - klare Sachen in Neustadt und Rödental

Zwischen Dominik Sauerteig und Christian Meyer fällt die Entscheidung, wer Coburgs neuer OB wird. Frank Rebhan, Marco Steiner und Tobias Ehrlicher schafften in den größten Städten des Landkreises klare Siege.
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Gehen in die Verlängerung: Christian Meyer (links) und Dominik Sauerteig.Foto: Barbara Herbst
Gehen in die Verlängerung: Christian Meyer (links) und Dominik Sauerteig.Foto: Barbara Herbst

Die Entscheidung, wer neuer Oberbürgermeister der Stadt Coburg wird, fällt erst in einer Stichwahl am 29. März. Im ersten Wahlgang kam Dominik Sauerteig von der SPD auf 27,9 Prozent. Er lag damit knapp vor dem CSU-Kandidaten Christian Meyer (26,8 Prozent). Die Wahlbeteiligung war mit 54,2 Prozent schwach, doch immerhin ein bisschen besser als vor sechs Jahren.

Dominik Sauerteig zeigte ansichts des Ergebnisses vor allem Genugtuung: "Vor drei, vier Monaten hat keiner an uns geglaubt", sagte er. Der 33-Jährige sitzt zwar schon seit sechs Jahren im Stadtrat, galt aber als unbekannt im Vergleich zu Meyer oder dem Kandidaten von Pro Coburg, dem Radio-Moderator Thomas Apfel. Allerdings wird nach den ersten Stadtratsauszählungen keiner der OB-Kandidaten auf eine eigene Mehrheit zählen können. "Die etablierten Parteien werden Mehrheiten schaffen", ist sich Christian Meyer sicher. Beide, Meyer und Sauerteig, versprachen, einen fairen und sachbezogenen Wahlkampf führen. Wie der in Zeiten von Corona-Einschränkungen laufen kann, weiß derzeit aber noch niemand.

Zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich auch Noch-Oberbürgermeister Norbert Tessmer: "Dafür, dass man uns als SPD Anfang des Jahres noch belächelt hat, ist das Ergebnis nicht schlecht!" Tessmer selbst ist noch "einen Monat und 15 Tage" im Amt, hat aber durchaus Chancen, wieder in den Stadtrat einzuziehen: Laut den letzten Ergebnismeldungen vor Redaktionsschluss am Sonntagabend könnte er von seinem Listenplatz 39 erfolgreich nach vorne gewählt werden.

Steiner souverän in Rödental

Mit Spannung war in Neustadt das Duell "Rebhan gegen Rebhan" erwartet worden. Doch letztlich wurde es eine klare Angelegenheit für den Amtsinhaber Frank Rebhan (SPD; 72,8 Prozent); Herausforderer Wolfgang Rebhan (CSU) hatte das Nachsehen.

Einen fulminanten Sieg landete in Rödental Marco Steiner (FW): Der seit sechs Jahren amtierende Bürgermeister holte 88,1 Prozent der Stimmen - sein CSU-Herausforderer Wolfgang Hacker hatte keine Chance.

Zwei weitere Stichwahlen

Ebenso wie in der Stadt Coburg kommt es auch in den Gemeinden Weitramsdorf und Itzgrund zu einer Stichwahl.

In Weitramsdorf stehen sich am 29. März Andreas Carl von der Dorfgemeinschaft Neundorf und Max Kräußlich von den Freien Wählern gegenüber. Im ersten Wahlgang ausgeschieden sind CSU-Mann Harri Schleifenheimer und SPD-Kandidat Dominic Juck. - Im Itzgrund könnte erstmals eine Frau ins Chefbüro des Rathauses einziehen: Nina Liebermann von der CSU hat es ebenso wie Dirk Ruppenstein (SPD) in die Stichwahl geschafft.

Nicht in eine Stichwahl muss hingegen Jürgen Wittmann (GfG): Er setzte sich gleich im ersten Wahlgang gegen seine durchaus hoch gehandelten Mitbewerber Maria Lessig (FW) und Andreas Oetter (CSU) durch.

Ein Neuer für Niederfüllbach

Ebenfalls in ihren Bürgermeisterämtern bestätigt wurden Martin Finzel (parteilos; Ahorn), Udo Siegel (CSU, Großheirath), Bernd Reisenweber (BG; Ebersdorf), Markus Mönch (parteilos; Weidhausen), Michael Keilich (CSU; Sonnefeld); Bernd Höfer (CSU; Meeder) und Rolf Rosenbauer (CSU; Untersiemau).

Einen neuen Bürgermeister bekommt Niederfüllbach: CSU-Mann Bastian Büttner hatte aber keinen Gegenkandidaten; der amtierende Bürgermeister Martin Rauscher (UWG) war nicht mehr zur Wahl angetreten.