Die Nerven verlieren wird Marius Wolf nicht so schnell. Zweimal wechselte er in seiner Karriere bereits "Last Minute". Am 31. Januar 2017 wurde der Einberger Fußballprofi am letzten Tag des Winter-Transferfensters von Hannover 96 zu Eintracht Frankfurt ausgeliehen. Im September 2019 verschlug es Wolf in den letzten Stunden des Sommer-Transferfensters zu Hertha BSC Berlin.

In diesem Jahr schließt sich das Fenster für Wechsel coronabedingt erst zum 5. Oktober, und es könnte wieder sein, dass Wolf kurz vor der "Deadline" umziehen muss. Der 25-Jährige verbrachte die vergangene Saison als Leihspieler bei der Alten Dame in Berlin, ist seit einigen Wochen aber wieder zurück bei Borussia Dortmund.

Bei den Schwarzgelben steht Wolf noch bis 2023 unter Vertrag. Doch wie die "Ruhr Nachrichten" in Erfahrung brachten, möchten sich die Dortmunder Verantwortlichen noch von mindestens drei Spielern trennen. Namentlich genannt wurden neben Felix Passlack und dem 19-jährigen Talent Immanuel Pherai auch Marius Wolf. Ein konkretes Angebot für den Einberger soll aber laut der Zeitung noch nicht vorliegen.

Ende Juli wurde in verschiedenen Medien spekuliert, dass die AS Monaco Interesse an einer Verpflichtung hätte. Keine Überraschung, schließlich erlebte Wolf unter Monacos Neu-Coach Niko Kovac in Frankfurt seine mit Abstand sportlich beste Zeit. Für rund zehn Millionen Euro Ablöse würde der BVB Wolf vermutlich ziehen lassen. Die vereinbarte Kaufoption im Sommer für Hertha BSC hätte wohl bei 20 Millionen Euro gelegen - selbst für die derzeit gut betuchten Hauptstädter zu viel. Bei entsprechender Anpassung der Ablöseforderungen, scheint ein neuerliches Hertha-Interesse aber nicht ausgeschlossen. Baustellen hat Berlins Trainer Bruno Labbadia - zuletzt setzte es drei Testspielniederlagen in Folge - genug in seinem Kader.

Teuchert trifft gegen Köln

Besser läuft die Vorbereitung für den Hauptstadtkonkurrenten Union Berlin. Und dort steht seit diesem Sommer mit Cedric Teuchert ein anderer Coburger unter Vertrag. Am vergangenen Samstag feierten die Eisernen einen 2:1-Testspielsieg gegen den 1. FC Nürnberg - und das vor 4500 Anhängern in der Alten Försterei. Teuchert kam 63 Minuten zum Einsatz, ein Treffer blieb ihm in dieser Partie verwehrt. Besser machte es der 23-jährige Angreifer im Test gegen den 1. FC Köln (1:2), als ihn mit einem Elfmeter der Anschlusstreffer gelang.

Auch beim 2:0-Sieg über die Würzburger Kickers schoss Teuchert bereits ein Tor. Sich einen Platz in der ersten Elf von Trainer Urs Fischer zu erkämpfen, dürfte für den Coburger trotzdem schwierig werden. Denn am Montag ist kein Geringer als Ex-Nationalspieler Max Kruse ins Union-Mannschaftstraining eingestiegen. Dazu muss sich Teuchert mit Anthony Ujah und Sebastian Andersson gegen weitere namhaften Konkurrenten im Angriff durchsetzen.

Dorschs neuer Klub ist in der Krise

Richtig durchgesetzt hat sich der Altenkunstadter Niklas Dorsch bei seinem neuen Arbeitgeber KAA Gent noch nicht. Bei möglichen vier Ligaspielen in Belgien kam der 22-jährige Mittelfeldspieler in drei Partien zum Einsatz, zweimal von Beginn an.

Für den Tabellenzweiten der vergangenen Saison, die einen Spieltag vor Rundenende abgebrochen wurde, läuft es sportlich noch gar nicht rund. Gent hatte die ersten drei Spiele verloren, ehe am 4. Spieltag der erste Dreier gegen Mechelen gelang. Nach den ersten zwei Niederlagen musste bereits der dänische Trainer Jess Thorup seinen Hut nehmen. Unter Neu-Coach Ladislau Bölöni misst sich Gent am 15. September in der 3. Qualifikationsrunde der Champions League mit Rapid Wien.