In souveräner Manier haben Kevin Krawietz (Witzmannsberg) und Andreas Mies (Köln) die Doppelkonkurrenz der European Open im belgischen Antwerpen gewonnen. Das fränkisch-rheinische Duo gab im kompletten Verlauf des World-Tour-250-Turniers keinen einzigen Satz ab. Für die Deutschen war es der dritte Turniersieg auf der ATP-Tour. Im Finale am Sonntagnachmittag setzten sich die Deutschen mit 7:6 (7:1), 6:3 gegen das an Nummer 2 gesetzte Duo Joe Salisbury (Großbritannien) und Rajeev Ram (USA) durch. Am Samstag hatten Krawietz und Mies im Semifinale gegen die Italiener Paolo Lorenzi und Jannik Sinner beim 6:1, 7:5 noch weniger Mühe.

Umkämpfter erster Finalsatz

Waren die Italiener im Halbfinale gegen die Deutschen krasse Außenseiter, war die Favoritenrolle im Endspiel offen. Ram (Doppel-Weltrangliste: Position 14) und Salisbury (28) sind sehr eingespielt und gelten als eine der besten Doppelpaarungen der Welt.

Dementsprechend eng ging es auch im ersten Satz zu. Bis zum 5:6 aus Sicht der Deutschen hatte sich kein Doppel einen Breakball erspielt, ehe der US-Amerikaner und der Brite sogar einen Satzball hatten. Doch Krawietz und Mies behielten die Ruhe und kämpften sich in den Tiebreak. In diesem agierten die French-Open-Sieger sehr konzentriert und siegten deutlich mit 7:1.

Nach dem umkämpften ersten Satz (45 Minuten) wurde es im zweiten Durchgang deutlicher. "Kramies" gelang gleich im ersten Rückschlagspiel ein Break, das den Deutschen beim Stand von 2:0 viel Selbstvertrauen für ihre Aufschlagspiele gab. Ernsthaft in Gefahr geriet der Satz (6:3) nicht - nach 75 Minuten war der Turniersieg perfekt.

Krawietz erstmals unter Top 10

Für Krawietz, der auf Weltranglisten-Position 10 vorrückt, und Mies geht es direkt weiter zu den "Swiss Indoors" nach Basel. Dort treffen die Deutschen am Mittwoch in Runde 1 auf zwei alte Bekannte. Gegen die Franzosen Jeremy Chardy und Fabrice Martin triumphierten Krawietz und Mies im Finale der French Open.