Es ist ein Nervenkitzel zum Beginn einer neuen Trainingsperiode, auf den Verantwortliche von Profivereinen getrost verzichten könnten: die Testungen auf das Coronavirus. Diesbezüglich kann Jan Gorr, Geschäftsführer des HSC 2000 Coburg, eine erste frohe Kunde vermelden. Nach zwei Wochen Trainingspause und Urlaub fiel am Sonntag die erste Testrunde bei allen HSC-Akteuren negativ aus.

Gestern stand für die Coburger Spieler die erste Trainingseinheit im Ausdauerbereich an - in verschiedenen Gruppen und mit Abstand, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Sollte der zweite Test bei allen Akteuren ebenfalls negativ ausfallen, wird Trainer Alois Mraz am Mittwoch zum ersten Mannschaftstraining unter Körperkontakt bitten. Am Wochenende soll dann der dritte Corona-Test innerhalb einer Woche folgen.

Zeman mit leichten Symptomen

Wie es für den vor einigen Tagen positiv getesteten HSC-Kreisläufer Stepan Zeman, der wie der Rest des tschechischen Teams noch in Quarantäne in Pilsen weilt, weitergeht, stand am Montag noch nicht fest. Immerhin kann Gorr bezüglich seines Gesundheitszustandes leichte Entwarnung geben. "Er hatte leichte Symptome, litt ein bisschen unter Schüttelfrost und fühlt sich allgemein etwas schlapp und kraftlos. Aber insgesamt ist das bei ihm im Rahmen geblieben", erklärt der HSC-Geschäftsführer. "Die nächsten Tage müssen wir entscheiden, wie wir weiter mit der Situation umgehen. Für mich ist das ein wichtiges Thema, denn wir als Verein tragen ja eine Verantwortung für unsere Spieler."

Ob die tschechische Nationalmannschaft angesichts der kritischen Corona-Lage - der Verband bestätigte mittlerweile neun positive Fälle bei Spielern und sechs im Betreuerstab - überhaupt die Reise nach Ägypten am Mittwoch antreten kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Bereits am Donnerstag ist das erste Gruppenspiel Tschechiens gegen Schweden terminiert. Als mögliche kurzfristige Nachrückkandidaten gelten Nordmazedonien und die Schweiz.

Große Gegner für Neuhold & Co.

Sicher in Ägypten dabei ist HSC-Rückraumspieler Christoph Neuhold mit der österreichischen Nationalmannschaft, die sich in der EM-Qualifikation Deutschland zweimal klar geschlagen geben musste (27:36 und 20:34). Am Donnerstag geht es für das ÖHB-Team zunächst gegen den Außenseiter USA, ehe es im Anschluss zu den Aufeinandertreffen mit zwei Turnierfavoriten, Frankreich und Norwegen, kommen wird. Die ersten drei der Vierergruppen ziehen in die Zwischenrunde ein.